Paris im Kunsthaus, Paris im Filmpodium

Das Kunsthaus Zürich zeigt noch bis zum 18. November eine Ausstellung über Robert Delaunay (1885–1941) und Paris. Delaunay, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tätig war, beschäftigte sich immer wieder mit der Stadtszenerie von Paris und mit dem Eiffelturm als Wahrzeichen des Fortschritts.

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Das Wirken dieses Künstlers überschneidet sich zeitlich und thematisch mit dem Schaffen des Cineasten René Clair (1898–1981), der vor allem in seinen frühen Filmen seinerseits die Seine-Stadt zur Protagonistin gemacht hat: Die (oft im Studio nachgebauten) Dachlandschaften kennzeichnen seine urbanen Märchen ebenso wie der Eiffelturm, der in seinem Erstling Paris qui dort (1924; leider infolge laufender Restaurationsarbeiten bis auf Weiteres nicht verfügbar) ein wichtiger Schauplatz ist und den Clair im kurzen Dokumentarfilm La tour (1928) porträtiert.

Letzterer wird am 13. Dezember gemeinsam mit dem dadaistischen Klassiker Entr’acte (1924) und dem fantastischen Film Le voyage imaginaire (1926) im Filmpodium aufgeführt, live musikalisch untermalt von Günter A. Buchwald und Bruno Spoerri.

Näheres zur Clair-Reihe finden Sie auf unserer Webseite.

PARIS QUI DORT
René Clair, PARIS QUI DORT, 1924

Die 7. Ausgabe von «look&roll»

Das merken wir uns schon mal vor: Die 7. Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals «look&roll» findet vom 20.-23. September 2018 im kult.kino in Basel statt.

Alle zwei Jahre präsentiert «look&roll» Beiträge aus aller Welt zum Leben mit Einschränkungen und über menschliche Vielfalt. Behinderung, Alter und das Dasein abseits des Mainstreams sind Themen von hoher Relevanz für unsere Gesellschaft.

Auch das Filmpodium der Stadt Zürich bemüht sich darum, seine Barrierefreiheit stetig zu verbessern (u.a. mit induktiver Höranlage und einem Rollstuhllift). Vom look & roll können wir noch viel lernen – und uns dabei tolle Kurzfilme anschauen. Höchst empfehlenswert!

2018 im Zeichen Bergmans

Am 14. Juli wäre Ingmar Bergman 100 Jahre alt geworden. Seine Heimat und die ganze Welt feiert, und das Filmpodium stimmt ein in die Festfreude.

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Das Filmpodium der Stadt Zürich ist nämlich nur eines von 119 Kinos oder Kulturveranstaltern weltweit, die 2018 Events und Retrospektiven zum Werk des legendären schwedischen Regisseurs veranstalten. Sollten Sie in nächster Zeit also nach Stockholm, Hong Kong, New York oder Frankfurt (u.a.) reisen, lassen Sie sich auf der spannenden Webseite, die für diese «Festspiele» entstanden ist, inspirieren. “2018 im Zeichen Bergmans” weiterlesen

Ab 31.05. im Kino: VISAGES VILLAGES von Agnès Varda

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Bis zum 31. Juni 2018 gibt es im Filmpodium 13 lange und 4 kurze Filme der Cineastin Agnès Varda zu sehen, die am 30. Mai 90 Jahre alt wird. Pünktlich zur Feier ihres Geburtstags startet ihr neuester Streich, Visages Villages, am 31. Mai in den Zürcher Kinos.

Die 89-jährige Nouvelle-Vague-Legende und Regie-Ikone Agnès Varda hat sich für ihr neues Projekt Visages Villages mit dem 33-jährigen Fotografen und Street-Art-Künstler JR zusammengetan. Unterwegs mit ihrem Fotomobil entdecken die beiden Frankreich von der Provence bis zur Normandie. Und sie hinterlassen auch Spuren: Agnès Varda und JR treffen auf verschiedenste Menschen – einen Briefträger, einen Fabrikarbeiter oder die letzte Bewohnerin eines Strassenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet –, und ihnen widmen sie ihre Kunst. Sie fangen Blicke und Gesichter auf überlebensgrossen Fotografien ein und integrieren sie auf bemerkenswerte Weise in die Umgebung. Entstanden ist ein poetischer Dokumentarfilm voller Herzlichkeit und Humor. «Visages  villages» verschmilzt die Leidenschaft zweier aussergewöhnlicher Talente mit den abenteuerlichen Elementen eines Roadmovies. Er wurde 2018 für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert. (Filmcoopi Zürich)

Wer nach Visages Villages das Werk von Varda bei uns (wieder)entdecken möchte: Das British Film Institute hat eine kleine «Anleitung» publiziert, in welcher Reihenfolge man vorgehen soll: «Where to begin with Agnès Varda».

Wir erinnern uns an Miloš Forman

Miloš Forman im Gespräch mit Andreas Furler (Fotos: Peter Hunkeler)
Miloš Forman im Gespräch mit Andreas Furler (Fotos: Peter Hunkeler)

Am 13. April 2018 verstarb Miloš Forman im Alter von 86 Jahren. Wir haben in unserem Archiv gegraben und das spannende, unterhaltsame Gespräch zwischen Andreas Furler (damals Co-Leiter des Filmpodiums) und dem Regisseur, der uns am 3. Oktober 2010 besucht hat, ausgegraben.

Übrigens: Seine Filmklassiker holen wir vom 8. Oktober bis 14. November 2018 zurück auf unsere Leinwand.

Tracy Letts auf der Bühne und auf der Leinwand

Der amerikanische Dramatiker und Schauspieler Tracy Letts, ein Mitglied der legendären Steppenwolf Theatre Company in Chicago, zählt zu den einflussreichsten Theaterschaffenden der letzten paar Jahrzehnte. Manche seiner Werke sind verfilmt worden, darunter sein Pulitzer-Preis- und Tony-gekröntes Familien- und Frauendrama August: Osage County (2007; 2013 verfilmt von John Wells).

August

Wer August: Osage County in der englischen Originalversion auf der Bühne sehen will, kann dies aktuell in Zürich tun: Die Theatertruppe des Englischen Seminars der Universität Zürich, Blueprint Masquerades, spielt das Stück am 20., 21., 26., 27. und 28. April auf der Bühne der Atelierschule, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich. Details unter https://blueprintmasquerades.com/

Das Filmpodium zeigt im Mai/Juni zwei ganz anders geartete Werke von Tracy Letts, verfilmt von William Friedkin:

Bug

Bug (2006) ist ein beklemmendes Paranoia-Kammerspiel mit Ashley Judd und Michael Shannon;

Killer Joe

Killer Joe (2011) hingegen eine grausliche White-Trash-Moritat über dysfunktionale Familienbeziehungen mit einem schaudererregend guten Matthew McConaughey als Cop und Killer in einer Person.

Wers gerne zahmer hat, kann Tracy Letts derzeit als Vater der Titelfigur in Greta Gerwigs Lady Bird (2017) genießen:

Tracy Letts

Tracy Letts und Laurie Metcalf in Lady Bird

Christine Vachon kommt ans Pink Apple Festival 2018 nach Zürich!

Das Pink Apple Festival 2018 verleiht seinen Festival Award für Verdienste um das schwullesbische Filmschaffen der New Yorker Produzentin Christine Vachon. Seit rund 30 Jahren bringt sie ebenso eigenwillige wie herausragende Independent-Filme hervor, darunter viele, die LGBT-Geschichte geschrieben haben.

Das Filmpodium widmet Vachon eine Retrospektive, die von ihrem ersten Langfilm Poison über Publikumserfolge wie One Hour Photo und Carol bis zu Premieren neuer Werke reicht.

Das 21. Pink Apple Festival zeichnet Christine Vachon mit seinem Festival Award aus, den sie am Sonntag, dem 6. Mai persönlich entgegennehmen wird. Davor wird die Produzentin bei mehreren Vorstellungen im Filmpodium für Q&As zur Verfügung stehen, und am Samstag, dem 5. Mai gibt sie um 16.30 Uhr eine Master Class mit Marille Hahne (ZHdK).

 

Grosser Auftakt zur Jahrhundertreihe 2018

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Als Auftakt zur Programmreihe «Das erste Jahrhundert des Films» und zur Einführung des dazugehörenden Abonnements für alle in Ausbildung zeigt das Filmpodium gemeinsam mit Maximum Cinema am 24. Februar um 20.45 Uhr Joel und Ethan Coens Jahrhundertfilm The Big Lebowski (1998).

Mit White Russians an der Bar und einem Pop-Quiz mit drei tollen Preisen: Das Originaldrehbuch von The Big Lebowski, direkt aus L.A.; ein Bowling-Abend für eine Gruppe im Bowling Center Zürich; 1 Abonnement für die Reihe «Das erste Jahrhundert des Films».

Und übrigens: Wer im Bademantel als «the Dude» verkleidet an die Vorführung kommt, erhält einen White Russian aufs Haus!

Global Eco Film Festival: Festival Report 2017

Vom 23. bis 24. September fand im Filmpodium das Global Eco Film Festival statt. Die Schweizer Plattform für Filme, die ihren Fokus auf Wissenschaft (alle Disziplinen)-, Umwelt- und/oder Natur-Themen richtet, verwandelte das Filmpodium während zweier Tage in ein Diskussionsforum für Fragen rund um diese Wissensbereiche.

Einen tollen Einblick bekommt man im offiziellen filmischen Festivalreport: