Der junge Götz George

Am 19. Juni ist mit Götz George der wohl grösste Star des deutschen Films verstorben. Ab 1981 avancierte er im Tatort als streitbarer Ruhrpott-Cop Horst Schimanski zum Fernsehidol, und in den neunziger Jahren wandelte er sich als sensationsgeiler Journalist in Schtonk!, als Serienmörder Fritz Haarmann in Der Totmacher und als Wiedergänger Joseph Mengele in Nichts als die Wahrheit zum preisgekrönten Charakterdarsteller.

Kirmes BRD 1960 R: Wolfgang Staudte Gˆtz George

In jungen Jahren allerdings war Götz George als schmucker „leading man“ des Nachkriegskinos der BRD aufgebaut worden. Aus dieser Zeit bleiben den meisten seine etwas unbedarften Auftritte in Karl-May-Filmen in Erinnerung, bei denen er stets im Schatten von Pierre Brice als Winnetou und Lex Barker als Old Shatterhand stand. Umso mehr lohnt es sich, den 22-jährigen Götz George in seiner ersten Hauptrolle als Deserteur in Wolfgang Staudtes beklemmendem Drama Kirmes (1960) im Filmpodium zu entdecken. Ab dem 6.9.

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