Plakatgalerie

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. Seither entstanden auf diese Weise Filmplakate zu den Reihen «Joan Crawford/Bette Davis», «Ida Lupino – Star und Regisseurin», «Remakes», «Cary Grant», «Hongkong Kino», «Federico Fellini», «Claudia Cardinale», «Maggie Smith», «4th Arab Film Festival Zurich», «François Truffaut», «Toshiro Mifune», «Luis Buñuel», «Louise Brooks» und das Plakat zu «La comédie».

In unserer Plakatgalerie finden Sie die Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben. Die Jury besteht jeweils aus Dozentinnen und Dozenten der Zürcher Hochschule der Künste (Abteilung Design – Visuelle Kommunikation) und Mitarbeitenden des Filmpodiums. Die Anforderungen an die BachelorstudentInnen sind nicht gering: Sie müssen, in Gruppen oder alleine, einen Entwurf präsentieren, der sowohl als Plakat im Format F4 (Weltformat) wie auch als Tramplakat (ca. A4) funktioniert. Alle werbetechnisch wichtigen Informationen – Spieldaten, Ort, die Logos der Veranstalter und PartnerInnen – müssen geschickt und gut erkennbar platziert werden. Zudem muss der Vorschlag technisch, finanziell und im Hinblick auf geltende Urheberrechte umsetzbar sein.

Wir freuen uns, dass die Plakate auch ausserhalb der Stadt Zürich Beachtung finden – so beispielsweise das Plakat zur Ida-Lupino-Reihe von Elena Gabriel und Rebecca Wey, das 2016 als eines der 100 besten Plakate (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) ausgezeichnet wurde.


JANUAR – FEBRUAR 2022: STUMMFILMFESTIVAL

Siegerplakat von Severin Weber

Auch beim Stummfilmfestival 2022 ist es uns ein Anliegen, eine breite Palette sehenswerter Stummfilme zu zeigen. Mit dem Vorbehalt jedoch, dass möglichst wenig analoge Kopien rund um die Welt verschifft werden sollen, für den – dank der Covid-19-Impfung etwas weniger wahrscheinlichen – Fall, dass die Kinos erneut geschlossen werden und unsere Filme umsonst einen CO2-Fussabdruck hinterlassen. Das heisst, wir zeigen grossmehrheitlich restaurierte Fassungen in digitaler Form.
Tatsächlich hat gerade die Corona-Pause dem Filmmuseum München gestattet, im Frühjahr 2021 einen der stärksten Filme des letztjährigen Programms zu restaurieren: Abram Rooms geradezu surreal anmutendes Werk Das Gespenst, das nicht wiederkehrt (1930; auch bekannt als Menschen-Arsenal). Nun können wir dieses Drama in einer längeren und weitaus schöneren Fassung vorführen.

Die Gestaltung des Plakates konnte dieses Mal im Rahmen eines Seminars stattfinden. Das führte dazu, dass noch mehr Plakate als sonst kreiert wurden und wir die Qual der Wahl hatten. Deswegen ist die Shortlist sogar 6 Plakate lang…

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Lumière Einladung: Stummfilmfestival

Sherlock Junior von Buster Keaton

Anlässlich des Stummfilmfestivals im kommenden Jahr vergibt das Filmpodium an alle Mitglieder des Fördervereins Lumière für zwei Vorstellungen nach Wahl je zwei Tickets (jeweils mit Begleitung).

Um dem Festivalcharakter verstärkt Rechnung zu tragen, zeigt das Filmpodium das Programm konzentriert an den Wochenenden zwischen dem 7. Januar und 13. Februar 2022.

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Editorial: Zwischen Goodbye & Welcome

The Single Standard von John S. Robertson

Corinne Siegrist-Oboussier, die Leiterin des Filmpodiums, ist am 30. November nach 16 Jahren in Pension gegangen und hat ihr Amt abgegeben. Ihre Nachfolgerin Nicole Reinhard, die bisherige Direktorin des Stadtkino Basel und Kodirektorin des Bildrausch-Filmfests, hat ihre neue Stelle am 1. Dezember übernommen. Solche Abgänge und Neuanfänge sind nicht nahtlos zu bewerkstelligen, und so kam es faktisch zu einem kurzen Interregnum.

Das heisst nun nicht, dass in Abwesenheit leitender Katzen die Mäuse getanzt hätten. Das treffendere Bild für das Filmpodium mit seinen langen Planungsfristen ist dasjenige eines schweren Tankers, der noch ein gutes Stück auf seinem Kurs weiterschippert, auch wenn die Kapitänin die Kajüte geräumt hat und ihre Nachfolgerin noch nicht am Ruder steht.

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Editorial: Goodbye & Welcome

Werner Herzog in Nomad: In the Footsteps of Bruce Chatwin

Das Filmpodium bewegt. Es ist unser liebstes Programmkino, weil es uns Wenigbekanntes oder gar Unbekanntes näherbringt und damit unseren Horizont erweitert, weil es zurückblickt und das Filmschaffen würdigt, und trotzdem am Puls der Zeit ist. Nun steht eine markante Veränderung an.

Die langjährige Leiterin des Filmpodiums, Corinne Siegrist-Oboussier, wird das Haus Ende November 2021 verlassen und in Pension gehen. Sie hat das Filmpodium 16 Jahre geleitet und es kontinuierlich weiterentwickelt, stets und mit Erfolg darauf bedacht, die hohe Qualität und die Relevanz des Programms beizubehalten. Dies in einem sich rasch wandelnden Umfeld, das die Kinos in noch nie dagewesener Weise herausfordert, ja in ihrer Existenz bedroht. Die Gesellschaft und damit die Konsumgewohnheiten der Zuschauenden haben sich verändert, die Zahl der Kinobesuchenden geht seit Jahren zurück. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt.

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Georgiens Cineastinnen

House of Others von Rusudan Glurjidse

Anlässlich der Filmreihe «Georgiens Cineastinnen» im kommenden Programm vergibt das Filmpodium an alle Mitglieder des Fördervereins Lumière zwei Freikarten für 1 Vorstellung nach Wahl. Und zwar am Eröffnungswochenende vom Freitag, dem 8. Oktober bis am Sonntag, dem 10. Oktober. Bei allen Vorstellungen wird die Regisseurin anwesend sein.

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Editorial: Wir sind auch andere

Die langen hellen Tage von Nana Ekvtimischwili

Unsere aktuelle Palette an Filmen und Veranstaltungen bietet sich an, um wieder einmal darauf hinzuweisen, dass das Filmpodium-Team kaum je ganz allein und nur für bildungsbürgerliche helvetische Cinephile Programme kuratiert. Vielmehr ist ein grosser Teil der Filmreihen und Events, die wir präsentieren, nicht nur auf unserem Mist gewachsen; mindestens der Keim dazu wurde von anderen gelegt – zum Glück: Dank zahlreicher Partnerschaften und Kooperationen ist das Programm des Filmpodiums nicht nur vielfältiger, sondern auch Ausdruck einer Teilhabe diverser Kreise am Angebot dieses kommunalen Kinos der Stadt Zürich.

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Editorial: Impflich ausgegangen?


Alain Delon in Plein soleil (René Clément, FR/IT 1960)

Die Wiedereröffnung der Kinos im April hat nicht nur die Branche gefreut; unser Publikum ist ebenfalls mit Begeisterung und unerschütterlicher Treue zurückgekehrt – vielen Dank! Tatsächlich haben die endlich vorhandenen Impfstoffe und deren schnelle Anwendung zu einer Entspannung der Lage geführt, sodass hoffentlich keine weitere Welle der Pandemie zu Shutdowns führt und den sich aufrappelnden Kulturbetrieb wieder abwürgt.

Unser Sommerprogramm haben wir jedenfalls mit viel Optimismus und noch mehr Filmen ausgestattet. Neben über 30 kurzen und langen Werken von Jean-Luc Godard, die wir aus der Corona-Zwangspause gerettet haben, stehen fünf weitere Schwerpunkte an:

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LUMIÈRE EINLADUNG: LACOMBE LUCIEN

Lacombe Lucien (Louis Malle, FRANKREICH/BRD/ITALIEN 1974)

Für Lumière-Mitglieder haben wir im Juni ein schönes Angebot der Sélection-Filmreihe:

Für Lacombe Lucien von Louis Malle offeriert das Filmpodium den Lumière Mitgliedern eine Freikarte an einem der beiden Spieltermine nach Wahl:

Am Mittwoch, 2. Juni um 18.00 Uhr
mit einer Einführung von Martin Walder

Am Donnerstag, 24. Juni um 15.00 Uhr
in der Nachmittagsvorführung

Lacombe Lucien (Louis Malle, Frankreich/BRD/Italien 1974), 139 Min., F/de

13 Jahre bevor er sich im oscarnominierten Au revoir les enfants der Opferseite der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg widmete, hatte Louis Malle in Lacombe Lucien versucht, die Beweggründe der Mitläufer und Mittäter einfühlbar zu machen. Sein Titelheld – apolitisch, gekränkt und etwas tumb – steht stellvertretend für all jene, die Faschismus erst möglich machen.
Weitere Informationen zum Film finden Sie hier.

 Reservationen unter 044 415 33 66 oder direkter Bezug an der Kinokasse des Filmpodiums mit Verweis auf Ihre Lumière-Mitgliedschaft.

Editorial: Programm-Plandemie

The Man Who Wasn’t There (Joel Coen, Ethan Coen, USA/GB 2001)

Im Dezember 2020 dachten wir noch, dass die zweite Welle der Covid-19- Chose bald verebbe und uns wieder ein regulärer Kinobetrieb erlaubt sei. Dank Virus-Mutanten und Corona-Ignoranten sind die Zahlen dann jedoch wieder hochgeschnellt, und alles hat sich verzögert.

Wie andere, die kulturelle und sonstige Veranstaltungen planen, haben auch wir immer neue Szenarien entworfen, um den ständig wechselnden Zeithorizonten für die Wiedereröffnung gerecht zu werden, die sich diffus abzuzeichnen schienen. Zwei Prinzipien leiteten uns dabei: inhaltlich möglichst wenig von dem Programm der Monate Dezember bis Februar, das bereits rechtlich abgeklärt und bezahlt war, zu opfern und möglichst im Mai/Juni zu einer regulären Programmstruktur zurückzukehren. Der Zeitraum für die «Pufferprogrammierung» bis Mitte Mai schwand aber zusehends, sodass wir gezwungen waren, das Stummfilmfestival auf Anfang 2022 zu verschieben und die verbliebenen Godard-Filme in den Sommer zu verpflanzen. «Editorial: Programm-Plandemie» weiterlesen