Georgiens Cineastinnen

House of Others von Rusudan Glurjidse

Anlässlich der Filmreihe «Georgiens Cineastinnen» im kommenden Programm vergibt das Filmpodium an alle Mitglieder des Fördervereins Lumière zwei Freikarten für 1 Vorstellung nach Wahl. Und zwar am Eröffnungswochenende vom Freitag, dem 8. Oktober bis am Sonntag, dem 10. Oktober. Bei allen Vorstellungen wird die Regisseurin anwesend sein.

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Editorial: Wir sind auch andere

Die langen hellen Tage von Nana Ekvtimischwili

Unsere aktuelle Palette an Filmen und Veranstaltungen bietet sich an, um wieder einmal darauf hinzuweisen, dass das Filmpodium-Team kaum je ganz allein und nur für bildungsbürgerliche helvetische Cinephile Programme kuratiert. Vielmehr ist ein grosser Teil der Filmreihen und Events, die wir präsentieren, nicht nur auf unserem Mist gewachsen; mindestens der Keim dazu wurde von anderen gelegt – zum Glück: Dank zahlreicher Partnerschaften und Kooperationen ist das Programm des Filmpodiums nicht nur vielfältiger, sondern auch Ausdruck einer Teilhabe diverser Kreise am Angebot dieses kommunalen Kinos der Stadt Zürich.

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Editorial: Impflich ausgegangen?


Alain Delon in Plein soleil (René Clément, FR/IT 1960)

Die Wiedereröffnung der Kinos im April hat nicht nur die Branche gefreut; unser Publikum ist ebenfalls mit Begeisterung und unerschütterlicher Treue zurückgekehrt – vielen Dank! Tatsächlich haben die endlich vorhandenen Impfstoffe und deren schnelle Anwendung zu einer Entspannung der Lage geführt, sodass hoffentlich keine weitere Welle der Pandemie zu Shutdowns führt und den sich aufrappelnden Kulturbetrieb wieder abwürgt.

Unser Sommerprogramm haben wir jedenfalls mit viel Optimismus und noch mehr Filmen ausgestattet. Neben über 30 kurzen und langen Werken von Jean-Luc Godard, die wir aus der Corona-Zwangspause gerettet haben, stehen fünf weitere Schwerpunkte an:

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Plakatgalerie

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. Seither entstanden auf diese Weise Filmplakate zu den Reihen «Joan Crawford/Bette Davis», «Ida Lupino – Star und Regisseurin», «Remakes», «Cary Grant», «Hongkong Kino», «Federico Fellini», «Claudia Cardinale», «Maggie Smith», «4th Arab Film Festival Zurich», «François Truffaut», «Toshiro Mifune», «Luis Buñuel», «Louise Brooks» und das Plakat zu «La comédie».

In unserer Plakatgalerie finden Sie die Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben. Die Jury besteht jeweils aus Dozentinnen und Dozenten der Zürcher Hochschule der Künste (Abteilung Design – Visuelle Kommunikation) und Mitarbeitenden des Filmpodiums. Die Anforderungen an die BachelorstudentInnen sind nicht gering: Sie müssen, in Gruppen oder alleine, einen Entwurf präsentieren, der sowohl als Plakat im Format F4 (Weltformat) wie auch als Tramplakat (ca. A4) funktioniert. Alle werbetechnisch wichtigen Informationen – Spieldaten, Ort, die Logos der Veranstalter und PartnerInnen – müssen geschickt und gut erkennbar platziert werden. Zudem muss der Vorschlag technisch, finanziell und im Hinblick auf geltende Urheberrechte umsetzbar sein.

Wir freuen uns, dass die Plakate auch ausserhalb der Stadt Zürich Beachtung finden – so beispielsweise das Plakat zur Ida-Lupino-Reihe von Elena Gabriel und Rebecca Wey, das 2016 als eines der 100 besten Plakate (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) ausgezeichnet wurde.


JULI – SEPTEMBER 2021: TAIWAN CINEMA

Siegerplakat von Minami Wetli & Jana Liebe

Anders als das actionlastige Hongkong-Kino und das oft epische und ästhetisch überhöhte Kino der VR China ist das Filmschaffen Taiwans eher realitätsnah, auf normale Menschen konzentriert, und arbeitet dunkle Kapitel der Geschichte auf.

Neben Werken von bekannten Regisseuren wie Edward Yang, Ang Lee und Hou Hsiao-hsien gibt es auch Filme weniger bekannter Cineastinnen und Cineasten zu entdecken. Neue Restaurierungen durch das Filminstitut Taiwan erlauben uns, Filme zu zeigen, die hier noch nie zuvor zu sehen waren.

Die wunderschönen Plakate von den Visual Communication Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste fangen den Zauber dieser Reihe auf gekonnte Weise ein…


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LUMIÈRE EINLADUNG: LACOMBE LUCIEN

Lacombe Lucien (Louis Malle, FRANKREICH/BRD/ITALIEN 1974)

Für Lumière-Mitglieder haben wir im Juni ein schönes Angebot der Sélection-Filmreihe:

Für Lacombe Lucien von Louis Malle offeriert das Filmpodium den Lumière Mitgliedern eine Freikarte an einem der beiden Spieltermine nach Wahl:

Am Mittwoch, 2. Juni um 18.00 Uhr
mit einer Einführung von Martin Walder

Am Donnerstag, 24. Juni um 15.00 Uhr
in der Nachmittagsvorführung

Lacombe Lucien (Louis Malle, Frankreich/BRD/Italien 1974), 139 Min., F/de

13 Jahre bevor er sich im oscarnominierten Au revoir les enfants der Opferseite der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg widmete, hatte Louis Malle in Lacombe Lucien versucht, die Beweggründe der Mitläufer und Mittäter einfühlbar zu machen. Sein Titelheld – apolitisch, gekränkt und etwas tumb – steht stellvertretend für all jene, die Faschismus erst möglich machen.
Weitere Informationen zum Film finden Sie hier.

 Reservationen unter 044 415 33 66 oder direkter Bezug an der Kinokasse des Filmpodiums mit Verweis auf Ihre Lumière-Mitgliedschaft.

Editorial: Programm-Plandemie

The Man Who Wasn’t There (Joel Coen, Ethan Coen, USA/GB 2001)

Im Dezember 2020 dachten wir noch, dass die zweite Welle der Covid-19- Chose bald verebbe und uns wieder ein regulärer Kinobetrieb erlaubt sei. Dank Virus-Mutanten und Corona-Ignoranten sind die Zahlen dann jedoch wieder hochgeschnellt, und alles hat sich verzögert.

Wie andere, die kulturelle und sonstige Veranstaltungen planen, haben auch wir immer neue Szenarien entworfen, um den ständig wechselnden Zeithorizonten für die Wiedereröffnung gerecht zu werden, die sich diffus abzuzeichnen schienen. Zwei Prinzipien leiteten uns dabei: inhaltlich möglichst wenig von dem Programm der Monate Dezember bis Februar, das bereits rechtlich abgeklärt und bezahlt war, zu opfern und möglichst im Mai/Juni zu einer regulären Programmstruktur zurückzukehren. Der Zeitraum für die «Pufferprogrammierung» bis Mitte Mai schwand aber zusehends, sodass wir gezwungen waren, das Stummfilmfestival auf Anfang 2022 zu verschieben und die verbliebenen Godard-Filme in den Sommer zu verpflanzen. „Editorial: Programm-Plandemie“ weiterlesen

Zur Erinnerung an Moufida Tlatli

Uns hat die traurige Nachricht erreicht, dass Moufida Tlatli, deren Film La saison des hommes wir am 5. Arab Film Festival 2020 gezeigt haben, im Alter von 73 Jahren verstorben ist.

Moufida Tlatli als Jurymitglied der 54. Filmfestspiele Cannes ©Frank Micelotta/Getty Images.

Michel Bodmer, stellvertretender Leiter des Filmpodiums, und Frédéric Maire, Direktor der Cinémathèque suisse, haben 2000 in Cannes anlässlich der Premiere von La saison des hommes ein Interview mit ihr geführt, das wir Ihnen gerne auf unserem Blog zur Verfügung stellen. „Zur Erinnerung an Moufida Tlatli“ weiterlesen

Das war das 5th Arab Film Festival Zurich

Seit 2012 bietet das Arab Film Festival Zurich alle zwei Jahre die Gelegenheit zu interkulturellen Begegnungen zwischen dem hiesigen Publikum und dem vielfältigen arabischen Filmschaffen sowie seinen Vertreterinnen und Vertretern.

In der 5. Ausgabe 2020 war das nicht anders – nur eben unter strenger Einhaltung der Covid-19-Schutzmassnahmen. 

  • Stadtpräsidentin Corine Mauch an der Eröffnung (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • v.l.n.r.: Khaled Alwazzan, Chargé d'Affaires a.i. der Botschaft von Kuweit in Bern; Corinne Siegrist-Oboussier (Filmpodium); Aida Schläpfer Al Hassani (Präsidentin IAFFZ); Dr. Farhan Alfarhan, Chargé d'Affaires a.i. der Botschaft des Königreichs von Saudi-Arabien in Bern (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl) Khaled ALWAZZAN W A M A, Chargé d'Affaires a.i. der Botschaft von Kuweit in Bern (neben Corinne)
  • Bahij Hojeij (Regisseur Eröffnungsfilm «Good Morning», Libanon, F 2018) und Corinne Siegrist (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Podiumsdiskussion Filmschaffen in Tunesien (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Podiumsdiskussion Filmschaffen in Tunesien. Auf der Leinwand: Fatma Riahi (Regisseurin «A Haunted Past», Tunesien, Katar 2018) (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Podiumsdiskussion Filmschaffen in Marokko. Auf der Leinwand: Fyras Mawazini, Drosos Stiftung; v.l.n.r. Moderation: Beat Stauffer; Nouhad Fathi, marokkanische Kulturjournalistin; Ali Essafi («Before the Dying of the Light aka Our Dark 70s», Marokko 2019); Carole Gürtler, Drosos Stiftung; Urs Gösken (Übersetzung) (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Q&A mit Joud Said («Between Two Brothers», Syrien 2019) (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Q&A mit Ali Essafi («Before the Dying of the Light aka Our Dark 70s», Marokko 2019) (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Jurorin Catherine Silberschmidt (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Preisübergabe durch Christian Frei (Präsident der Schweizer Filmakademie) (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Ahmad Ghossein (Beste Regie «All This Victory») (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Ala Eddine Slim (Bester Film «Tlamess») (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)
  • Die Preisverleihung (© IAFFZ, Eva Linder & Cyrill Krähenbühl)

15 Langfilme der letzten zwei Jahre (sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme), drei Klassiker und 18 Kurzfilme konnten während des Festivals entdeckt werden. Zum ersten Mal wurden die neuen Langfilme im Rahmen eines Wettbewerbs gezeigt. Eine dreiköpfige Jury – zusammengesetzt aus der Kuratorin Rasha Salti, der Filmjournalistin Catherine Silberschmidt und der Filmemacherin Yasmine Chouikh – hat am 29. November die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien «Bester Film» und «Beste Regie» mit einer eigens dafür geschaffenen Trophäe gekürt. Die Auszeichnung für den «Besten Film» hat Ala Eddine Slim für Tlamess (Tunesien/Frankreich 2019) erhalten. Ahmad Ghossein erhielt den Preis «Beste Regie» für seinen Film All This Victory (Libanon/Frankreich 2019).

Das Arab Film Festival Zurich ist eine Kooperation zwischen dem Verein International Arab Film Festival Zurich und dem Filmpodium Zürich.