Wer war der Teufel, der nachts kam?

"Nachts, wenn der Teufel kam" BRD 1957 Margaret Jahnen, Mario Adorf
“Nachts, wenn der Teufel kam” / BRD 1957 Margaret Jahnen, Mario Adorf

Welchen Stellenwert hat ein Mörder in einem Staat, der selber nach Belieben meuchelt?

1957, als Robert Siodmak aufgrund eines «Tatsachenberichts» von Will Berthold seinen Film Nachts, wenn der Teufel kam als Abrechnung mit dem Dritten Reich drehte und das heimliche, hocheffiziente Morden der Gestapo dem Treiben eines tumben Triebtäters gegenüberstellte, galt Bruno Lüdke als größter deutscher Massenmörder (heute: Serienmörder) aller Zeiten. “Wer war der Teufel, der nachts kam?” weiterlesen

Jason Mekas vs. Jonas Bourne und meine Grossmutter

Jonas-Mekas

Meine Grossmutter Frieda Henggeler-Scherer drehte in den 20er und 30er Jahren 16-mm-Filme. Da sie in Fernost lebte und später auch Anlässe wie die Landesausstellung und die Olympischen Spiele in St. Moritz besuchte usw., ist das Material von einigem Interesse. Formal allerdings ist es nichts Besonderes. Da sie “point-and-shoot”-mässig drehte und viele Einstellungen blosse Sekundenbruchteile umfassen, sprachen wir, als wir das digitalisierte Material sichteten, daher despektierlich von einem “animierten Fotoalbum”, ohne zu ahnen, dass unsere Grossmutter eigentlich Avantgardistin gewesen war.

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