Schweizer Filmförderung: Connect to (digital) reality

Am Locarno Festival fanden verschiedene Gespräche und Workshops statt, bei denen der Stand des Schweizer Films und seine mögliche Verbesserung diskutiert wurden. Der «Frame»-Artikel wurde von der Branche als Anstoß für die Debatte, aber auch als Stein des Anstoßes angesehen. Als interessierter Filmfachmann – nicht als Vertreter einer städtischen Förderinstanz – war Michel Bodmer, der stellvertretende Leiter des Filmpodiums Zürich, eingeladen, am ersten Workshop der Initiative «Connect to Reality» teilzunehmen. Hier können Sie das offizielle Schlusscommuniqué der Veranstaltung sowie einige Nachgedanken von Michel Bodmer lesen.

Bildnachweis: pardo.ch
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Podiumsgespräch: «Hongkong Kino – The Golden Years»

Die Reihe «Honkong Kino» eröffneten wir am Tag (1. Juli), an dem sich die Übergabe Hongkongs an China zum 20. Mal jährte, mit einem Gespräch zwischen Ralph Umard und dem Filmwissenschaftler Till Brockmann über die Glanzzeiten des Hongkong-Kinos und einem Ausblick auf heute.

Das komplette Gespräch können Sie hier nachhören:

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Zur Erinnerung an Martin Landau

Vor etwas mehr als einem Jahr zeigte das Filmpodium einen der letzten Filme des eben verstorbenen Martin Landau: In Atom Egoyans Remember spielte er einen greisen Juden, der seinen dementen Altersheim-Mitinsassen (Christopher Plummer) zu einem komplexen Rachefeldzug gegen einen Nazi anstiftet. 1996 hatte ich das Privileg, über eine Stunde lang mit Landau zu sprechen, anlässlich des Kinostarts von Steve Barrons The Adventures of Pinocchio. Hier der NZZ-Artikel, der aus der wunderbaren Unterhaltung mit diesem unterschätzten Ausnahmeschauspieler hervorging:

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Die Debatte um die Debatte zum Schweizer Film

Auf – leider – kleinem Feuer geht die Diskussion um den Schweizer Film weiter; Florian Keller hat in der WoZ eine recht sarkastische Kürzestwürdigung des «Frame»-Artikels abgegeben, der Rest findet vornehmlich auf Facebook statt, vor allem auf der persönlichen Seite von Christian Jungen, die ja kaum als breit rezipierte öffentliche Plattform gelten darf – schade. Drum nochmals ein paar Nachgedanken an dieser Stelle. “Die Debatte um die Debatte zum Schweizer Film” weiterlesen

Wer macht den Schweizer Film wieder gross und wie?

In der jüngsten Ausgabe des Filmmagazins «Frame» haben Christian Jungen und Denise Bucher eine Kampagne unter dem Titel «Macht den Schweizer Film wieder gross!» lanciert. Die selbstironische Anspielung auf Trump tröstet leider nicht darüber hinweg, dass trotz mancher korrekter Diagnosen einiges in ihrem Artikel ähnlich polemisch, populistisch und unausgegoren anmutet wie die Twitter-Ergüsse des Donald. Es ist Jungen und Bucher anzurechnen, dass sie aus ernster Besorgnis um den Status quo des Schweizer Films eine Diskussion angestoßen haben; diese muss nun aber in der Breite und von allen Playern weitergeführt werden – gerne auch auf diesem Podium. “Wer macht den Schweizer Film wieder gross und wie?” weiterlesen

DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1967 & 1977

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Mit Mike Nichols’ The Graduate und Bonnie and Clyde von Arthur Penn kündigt sich 1967 New Hollywood an, während D. A. Pennebaker mit Don’t Look Back dem kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Bob Dylan ein ambivalentes Porträt widmet und damit einen Klassiker des Direct Cinema schafft. In Frankreich arbeitet Jacques Tati parallel zur Nouvelle Vague am eigenen Universum; von der Moderne fasziniert und ihr gegenüber gleichzeitig kritisch eingestellt, treibt er sein ironisches Spiel mit Play Time auf die Spitze. Zuvor eher für klaustrophobische Charakterstudien bekannt, wagt sich Roman Polanski mit The Fearless Vampire Killers erfolgreich ins Komödienfach. Heimlich unter der Militärdiktatur in Brasilien gedreht, wurde Glauber Rochas Terra em transe in Cannes sowie Locarno ausgezeichnet und beeinflusste das brasilianische Cinema novo nachhaltig. “DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1967 & 1977” weiterlesen

Editorial: Haben die sie nicht alle?

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Wie bitte? Das Filmpodium widmet der Glanzzeit des Hongkong-Kinos eine grosse Retrospektive – ohne Chungking Express oder einen einzigen Film von John Woo? Da zeigen sie Hollywoodkomödien der Nachkriegszeit und verzichten auf Some Like It Hot? Sie feiern die Jahrhundertfilme von 1977, und weder Annie Hall noch Star Wars oder Close Encounters of the Third Kind sind dabei? Haben die sie nicht alle? “Editorial: Haben die sie nicht alle?” weiterlesen

Podiumsgespräch: Die letzte Chance – Das Schweizer Filmerbe und seine Rettung

Die Schweizer Klassiker im Mai/Juni-Programm wurden in den letzten Jahren vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque suisse und dem Verein Memoriav restauriert. Über die besonderen Herausforderungen und die Prioritäten bei der Restaurierung des Schweizer Filmerbes diskutierten an einer Podiumsveranstaltung am 31.05.2017 der Projektverantwortliche bei SRF, Heinz Schweizer, Memoriav-Direktor Christoph Stuehn und Cinémathèque-Direktor Frédéric Maire mit dem Historiker und Filmwissenschaftler Felix Aeppli. Das Gespräch wurde moderiert von Marcy Goldberg, Filmwissenschaftlerin.

Das komplette Podiumsgespräch können Sie hier nachhören:

DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1957

Bäckerei Zürrer, Kurt Früh (CH)
Bäckerei Zürrer, Kurt Früh (CH)

An Vittorio De Sica und Pietro Germi orientiert sich Kurt Früh in Bäckerei Zürrer, seinem Porträt der Zürcher Langstrasse, das sich in der genauen Beobachtung des sozialen Milieus dezidiert von den früheren Kleinbürgerfilmen des Regisseurs abhebt. Mit Werken wie Michelangelo Antonionis Il grido und seiner stilisierten Bildsprache bahnen sich gleichzeitig in Italien bereits die Nachfolger des Neorealismus ihren Weg. Die existenzialistische Auseinandersetzung mit der Psychologie seiner Hauptfigur steht auch im Zentrum von Ingmar Bergmans Wilde Erdbeeren und Das siebente Siegel. Beide Cineasten gehören zu einer neuen, vielgestaltigen Autorengeneration in Europa, die ihren dominantesten Ausdruck bald darauf in der französischen Nouvelle Vague finden wird. “DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1957” weiterlesen

Twin Peaks Reloaded

Jahre vor The Sopranos oder The Wire zeigte David Lynch mit Twin Peaks, was sich im Medium Fernsehserie in Sachen Komplexität, absurdem Humor und Surrealismus erreichen liess. Das Filmpodium stimmt die Fans in Zusammenarbeit mit Maximum Cinema auf den Start der neuen Staffel der Serie ein (ab 21. Mai 2017), mit Lynchs Kino-Prequel Twin Peaks: Fire Walk with Me und dessen unlängst enthüllten Missing Pieces. Am Samstag, 20. Mai 2017 ab 18:15 Uhr zeigen wir die beiden Filme als Double Feature, während der Pause gibt’s Cherry Pie, Donuts und «damn fine coffee» an der Bar.

Zur Einstimmung für Fans (und als Vorbereitung für solche, die es werden wollen) haben wir eine kleine Liste mit Links zu den besten Videos, Zusammenfassungen und Interviews zusammengestellt.

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