Don’t Dream It – Be It!

Rund 170 Fans des Kultfilms The Rocky Horror Picture Show sind am 9. Februar ins Filmpodium gepilgert, um wieder einmal den Time Warp zu tanzen. Viele von ihnen folgten unserem Aufruf und waren passend kostümiert – an der Bar gab’s dafür gratis eine «Damn It, Janet!» (aka Bloody Mary). The Rocky Horror Picture Show ist ein Film zum Mitmachen: Zeitungshüte, Wasserpistolen, Handy-Taschenlampe (statt Feuerzeuge) – unser Publikum wusste genau, wie’s geht. (An dieser Stelle möchten wir ganz herzlich der Putztruppe danken, die sich am Morgen danach so richtig ins Zeug legen musste).

Der Abend wurde präsentiert in Zusammenarbeit mit Maximum Cinema. Vielen Dank an Simon Kümin (Maximum Cinema) für die tollen Bilder:

«Warum haben die Fans die Spätvorstellungen dieses Kultfilms in ein aufwendiges Ritual verwandelt, bei dem man sich verkleidet, mitsingt, Reis wirft und Feuerzeuge schwenkt? Nun, ein Grund ist, dass der Stoff Zuneigung weckt, wenn man bedenkt, dass diese kundige Parodie von den Universal-Gruselfilmen bis zur peinlichsten Science-Fiction der 50er-Jahre alles durch den Kakao zieht und eine schamlos hedonistische, konsequent eigensinnige Mentalität an den Tag legt, die wohl als willkommene Abwechslung zum Mainstream-Schwulst der anderen Musicals der 70er-Jahre erschien (das ist ja nicht gerade Jesus Christ Superstar). Dürfen wir aber den Verdacht äussern, dass der ganze Mitmach-Dreh sich nur entwickelt hat, um einen Film zu stützen, der eigentlich eine Art enthusiastisches Chaos ist und im letzten Akt vollends zusammenbricht? Die jugendlich frische Susan Sarandon und Barry Bostwick geraten als uramerikanische Frischverlobte in die zärtliche Obhut von Tim Curry als supertuntigem transylvanischen Transvestiten, Richard O’Brien als buckligem Butler sowie diversen anderen abartigen Gesellen. Eine Reihe von Songs zum Mitsummen verleiht dem Ganzen Schwung, Charles Gray als bewundernswert unerschütterlicher Erzähler hält es zusammen, und ein Haufen schwarze Reizwäsche erledigt so ziemlich den Rest.» (Trevor Johnston, Time Out Film Guide)

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