Reedition: Creature from the Black Lagoon – Jack Arnold

American actor, stuntman and filmmaker, Ricou Browning, as Gill-man in 'Creature From The Black Lagoon', directed by Jack Arnold, 1954. (Photo by Silver Screen Collection/Getty Images)
Ricou Browning in Creature From The Black Lagoon (Jack Arnold, 1954) (Photo © Silver Screen Collection/Getty Images)

Das Filmpodium zeigt Jack Arnolds legendäres Original (Creature from the Black Lagoon) in restaurierter Fassung und schwarzweissem 3D als Reedition zur Einstimmung auf Guillermo del Toros Hommage und Persiflage (The Shape of Water) sowie als historisches Gegenbild dazu.

Hintergrundinformationen zu Regisseur Jack Arnold und seinem «wundersamen Gruselkabinett» können Sie hier in der Sendung «Kontext» von Michael Sennhauser nachhören, die 2016 anlässlich des 100. Geburtstags von Jack Arnold aufgezeichnet wurde. Auch Sven Ahnert hat dem «Meister des Schreckens» eine kurze Hommage gewidmet, die Sie hier nachlesen können. 

In Jack Arnolds Creature from the Black Lagoon (1954) verguckt sich ein einsamer amphibischer Amazonasbewohner in das weibliche Mitglied einer Expedition. Dieser Gruselklassiker stand Pate für Guillermo del Toros aktuellen Kinohit The Shape of Water, der das alte «Beauty and the Beast»-Muster gekonnt variiert.1954 erschuf Jack Arnold, Spezialist für billige Science-Fiction- und Horrorfilme, ein Geschöpf, das ins Pantheon der Filmmonster von Universal Pictures eingehen sollte: Der Titelheld von Creature from the Black Lagoon, ein apokryphes amphibisches Bindeglied zwischen Fisch und Mensch, das eine Amazonaslagune bewohnt, vermochte das Kinopublikum zur Zeit des Kalten Kriegs zu erschrecken, aber auch ein Stück weit zu rühren. Immerhin gönnte man der Kreatur noch zwei Sequels, und die Maske, die von der im Abspann ungenannten Animatorin, Grafikerin und Schauspielerin Milicent Patrick gestaltet wurde, ist in die Populärkultur eingegangen.

Stark in Sachen Atmosphäre (in 3D gedreht) und Handlung, wenn auch mit kleinem Budget ausgestattet, ist dies ein Musterbeispiel eines guten Monsterfilms. Im Gespräch über Creature sagte Arnold: ‹Er spielt mit den Urängsten der Menschen vor dem, was unter der Oberfläche jedes Gewässers lauern mag. Sie wissen schon, das Gefühl, wenn man schwimmt und irgendetwas streift einem da unten gegen die Beine – das jagt einem einen Höllenschrecken ein, weil man nicht weiss, was es ist. Das ist die Angst vor dem Unbekannten. Ich nahm mir vor, beim Drehen von Creature from the Black Lagoon aus dieser Angst möglichst viel Kapital zu schlagen, aber ich wollte auch Mitgefühl mit dem Geschöpf erzeugen.›» (Phil Hardy, The Encyclopedia of Science Fiction Movies, Octopus Books 1984)


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