Plakatgalerie

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. Seither entstanden auf diese Weise Filmplakate zu den Reihen «Joan Crawford/Bette Davis», «Ida Lupino – Star und Regisseurin», «Remakes», «Cary Grant», «Hongkong Kino», «Federico Fellini» und aktuell «Claudia Cardinale».

In unserer Plakatgalerie finden Sie die Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben. Die Jury besteht jeweils aus Dozentinnen und Dozenten der Zürcher Hochschule der Künste (Abteilung Design – Visuelle Kommunikation) und Mitarbeitenden des Filmpodiums. Die Anforderungen an die BachelorstudentInnen sind nicht gering: Sie müssen, in Gruppen oder alleine, einen Entwurf präsentieren, der sowohl als Plakat im Format F4 (Weltformat) wie auch als Tramplakat (ca. A4) funktioniert. Alle werbetechnisch wichtigen Informationen – Spieldaten, Ort, die Logos der Veranstalter und PartnerInnen – müssen geschickt und gut erkennbar platziert werden. Zudem muss der Vorschlag technisch, finanziell und im Hinblick auf geltende Urheberrechte umsetzbar sein.

Wir freuen uns, dass die Plakate auch ausserhalb der Stadt Zürich Beachtung finden – so beispielsweise das Plakat zur Ida-Lupino-Reihe von Elena Gabriel und Rebecca Wey, das 2016 als eines der 100 besten Plakate (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) ausgezeichnet wurde.


APRIL 2018: CLAUDIA CARDINALE

Das Gewinnerplakat von Zoe Barcelo
Das Gewinnerplakat von Zoe Barcelo

Die Aufgabenstellung: Mit ihrer betörenden Mischung aus Naivität und Sinnlichkeit gilt Claudia Cardinale als einer der Superstars des italienischen Kinos. Ihren Einstand feierte sie 1958 in einer kleinen Rolle in der Gaunerkomödie I soliti ignoti, doch richtig los ging es in den 1960er-Jahren, als Luchino Visconti und Federico Fellini sie in Schlüsselrollen besetzten. Bald wirkte sie auch in internationalen Produktionen mit – etwa bei Blake Edwards oder Sergio Leone – und brillierte sowohl als verwöhnte Prinzessin wie auch als kämpferische Western-Witwe. Aus Anlass des 80. Geburtstags von «CC» am 15. April zeigen wir ihre schönsten Filme.

Das Gewinnerplakat von Zoe Barcelo überzeugte die Jury durch seine schlichte Eleganz im Grossen und das augenzwinkernde Raffinement im Kleinen.


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Im Bademantel ins Kino? Das war der «Big Lebowski»-Abend im Filmpodium.

Am 24.2.18 präsentierte Maximum Cinema in Zusammenarbeit mit dem Filmpodium Zürich einen Abend, der ganz im Zeichen des «Dudes» stand: Zum grossen Auftakt der Reihe «Das erste Jahrhundert des Films 2018» besuchten über 220 Coen-Fans (viele davon in Shorts und Bademantel und mit Sonnenbrille) unser Kino und gönnten sich an der Bar einen White Russian nach Originalrezept.

Wir danken Dafina Abazi und Maximum Cinema für die tollen Bilder!

Reedition: Creature from the Black Lagoon – Jack Arnold

American actor, stuntman and filmmaker, Ricou Browning, as Gill-man in 'Creature From The Black Lagoon', directed by Jack Arnold, 1954. (Photo by Silver Screen Collection/Getty Images)
Ricou Browning in Creature From The Black Lagoon (Jack Arnold, 1954) (Photo © Silver Screen Collection/Getty Images)

Das Filmpodium zeigt Jack Arnolds legendäres Original (Creature from the Black Lagoon) in restaurierter Fassung und schwarzweissem 3D als Reedition zur Einstimmung auf Guillermo del Toros Hommage und Persiflage (The Shape of Water) sowie als historisches Gegenbild dazu.

Hintergrundinformationen zu Regisseur Jack Arnold und seinem «wundersamen Gruselkabinett» können Sie hier in der Sendung «Kontext» von Michael Sennhauser nachhören, die 2016 anlässlich des 100. Geburtstags von Jack Arnold aufgezeichnet wurde. Auch Sven Ahnert hat dem «Meister des Schreckens» eine kurze Hommage gewidmet, die Sie hier nachlesen können.  “Reedition: Creature from the Black Lagoon – Jack Arnold” weiterlesen

Grosser Auftakt zur Jahrhundertreihe 2018

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Als Auftakt zur Programmreihe «Das erste Jahrhundert des Films» und zur Einführung des dazugehörenden Abonnements für alle in Ausbildung zeigt das Filmpodium gemeinsam mit Maximum Cinema am 24. Februar um 20.45 Uhr Joel und Ethan Coens Jahrhundertfilm The Big Lebowski (1998).

Mit White Russians an der Bar und einem Pop-Quiz mit drei tollen Preisen: Das Originaldrehbuch von The Big Lebowski, direkt aus L.A.; ein Bowling-Abend für eine Gruppe im Bowling Center Zürich; 1 Abonnement für die Reihe «Das erste Jahrhundert des Films».

Und übrigens: Wer im Bademantel als «the Dude» verkleidet an die Vorführung kommt, erhält einen White Russian aufs Haus!

Editorial: Kurve gekriegt

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Für 2016 mussten wir einen markanten Rückgang der Eintritte vermelden (von durchschnittlich 39 auf 34 Gäste pro Vorstellung); dagegen präsentiert sich das Jahr 2017 erfreulicherweise als praktisch stabil: Insgesamt 31’887 Personen besuchten das Filmpodium, das sind nur 285 weniger als im Vorjahr und damit weiterhin 34 pro Vorstellung.

Natürlich würden wir uns über (wieder) höhere Eintrittszahlen freuen; dennoch ist «stabil» inzwischen keine Selbstverständlichkeit. Von ein paar Publikumsrennern abgesehen, laufen nämlich in den gewerblichen Arthouse-Kinos viele Filme oft mit deutlich weniger als 20 Gästen pro Vorstellung. Das hat diverse Gründe: Der individuelle Filmkonsum hat weiter zugenommen, ebenso das Angebot; manche Filme werden nur noch online gezeigt und auch Serien ziehen Filmfans in ihren Bann. Trotzdem kommen immer mehr Filme neu ins Kino (2016: 499; 2017: 531). In Zürich ist die Zahl der Leinwände nochmals angestiegen und immer neue Filmfestivals buhlen um Aufmerksamkeit. Das alles verstärkt die Aufsplitterung des Publikums und macht es für uns noch anspruchsvoller, Interessierte für unser Programm zu gewinnen. “Editorial: Kurve gekriegt” weiterlesen

Das erste Jahrhundert des Films: 1938

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Passend zu den XXIII. Olympischen Spielen in Südkorea blenden wir 80 Jahre zurück: Am 20. April 1938, an Hitlers Geburtstag, wird in Berlin Leni Riefenstahls Olympia uraufgeführt, der wohl umstrittenste Film, der je in Deutschland entstanden ist. So sehr Riefenstahls Dokumentation zunächst gefeiert wird, auch international, so sehr gerät der Film 1945 in Misskredit, obwohl er überraschend fair ist zu ausländischen Athleten, unparteiischer jedenfalls als viele Sportreporter heutzutage. Diese «Hymne an den Körper» setzt nicht nur den Massstab für den Dokumentarfilm, sondern genauso für die Sportfotografie sowie die moderne Werbeästhetik.

Angesichts der Bedrohung durch das erstarkende Nazi-Deutschland wird Sergej Eisenstein beauftragt, einen historischen Propagandafilm zur Stärkung von Patriotismus und Solidarität zu drehen. Mit seinem Epos über den russischen Nationalhelden Alexander Newski gelingt dem Regisseur ein überwältigender Erfolg im In- und Ausland. “Das erste Jahrhundert des Films: 1938” weiterlesen

Ein Interview mit Eliseo Subiela

Michel Bodmer hat im Archiv der SRG gewühlt und ein Interview aufgestöbert, das er 1998 mit dem argentinischen Regisseur geführt hat – und zwar (wer hätte es erkannt?) bei uns im Kino.

Die Clips sind noch bis Mitte Februar, also bis zum Ende unserer Reihe zu Eliseo Subiela, auf unserem YouTube-Channel verfügbar.

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Zur «No Billag»-Initiative

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Am 4. März wird in der Schweiz über die «No Billag»-Initiative abgestimmt. Die Meinungsbildung ist noch im Gange, aber leider zirkulieren viele falsche Annahmen, nicht zuletzt dank des irreführenden Titels des Volksbegehrens. Diskussion tut also not, und in unserer Rubrik «Podium» laden wir deshalb zum Austausch von Argumenten ein.

Hier ein erster Beitrag von Michel Bodmer, der lange für SRF gearbeitet hat, nun aber eine Aussenperspektive einnehmen kann.
“Zur «No Billag»-Initiative” weiterlesen

Jahrhundert-Angebot!

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Für unsere Reihe «Das erste Jahrhundert des Films» können Studierende und alle anderen in Ausbildung im Kalenderjahr 2018 von einem neuen Spezial-Abo profitieren: Das Abo für 50 Franken gewährt euch freien Zutritt zu den rund 60 Filmen dieser Reihe, einschliesslich der Stummfilme von 1918 und 1928 mit Live-Begleitung. In jedem Programmzyklus zeigen wir Klassiker der Jahre 1918 bis 1998: Darunter Filme von Leni Riefenstahl, Akira Kurosawa, George A. Romero, Pedro Almodóvar sowie Joel und Ethan Coen. Eine Auswahl der Filmtitel findet ihr auf unserem Flyer.

Das Jahrhundert-Abo ist gegen entsprechenden Ausweis an der Kinokasse erhältlich.

Einzelne Filme werden durch Mitarbeitende und Studierende des Seminars für Filmwissenschaft der Universität Zürich eingeführt. Das detaillierte Programm mit allen Spielzeiten und Einführungen findet ihr jeweils 2 Wochen vor Start der jeweiligen Reihe auf unserer Webseite.

UND: Haltet euch den Samstagabend, 24. Februar 2018 in eurem Terminkalender frei für unseren grossen Kickoff-Event, den wir gemeinsam mit Maximum Cinema präsentieren. Welchen Klassiker werden wir wohl zeigen? Details folgen Anfang 2018.

Editorial: The Winter of Our Dis-content

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Am 8. Februar findet im Filmpodium eine Buchvernissage statt: Präsentiert wird die neue Ausgabe des CINEMA-Filmjahrbuchs, die Artikel und Essays zum Thema «Zukunft» enthält.

Eine mögliche Zukunft des Kinos ist ja: keine. Mehr und mehr verlagert sich der Filmkonsum weg von Kino, DVD/Blu-ray und Fernsehen ins Internet. Digital Natives raffen sich nur selten auf und pilgern in einen Lichtspielsaal, um einen Film auf der Leinwand zu sehen, erst recht nicht zu vorgegebenen Zeiten und bei winterlichen Temperaturen. Zu Hause auf der Couch kann man ja den Content (bzw. filmische Inhalte) runterladen, wanns einem passt.

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und geschaut, welche Filme aus dem aktuellen Programm im deutschen Raum bzw. in der Schweiz (legal) online verfügbar sind. Dazu haben wir einen Service verwendet, der einen Überblick über 24 deutsche Plattformen gibt – darunter Branchenriesen wie iTunes, Amazon, Netflix und Google Play, aber auch speziellere Anbieter wie Mubi und realeyz –, und noch ein paar Schweizer Plattformen abgegrast. “Editorial: The Winter of Our Dis-content” weiterlesen