Lettisches Filmwochenende

Schaum vor dem Mund (Jānis Nords, Lettland/Polen/Litauen 2017)

Anlässlich der baltischen Kulturtage «Terra Baltica» greift das Filmpodium eines der drei Länder heraus und präsentiert mit 24 Filmen das bis jetzt umfangreichste lettische Filmprogramm in Zürich. Das Angebot umfasst Perlen aus der Zeit zwischen 1966 und 2019 und präsentiert neben Spiel- und Dokumentarfilmen auch Animationsfilme für Kinder und Erwachsene.             

Das lettische Filmprogramm findet am folgenden Wochenende im Filmpodium statt: 
Freitag, 29. November bis Sonntag, 1. Dezember 2019

Lumière unterstützt diese Veranstaltung und Sie können gegen Vorweisen Ihres Lumière-Ausweises mit aktueller Jahresmarke je zwei Freikarten für zwei Filmvorstellungen nach Wahl für das lettische Filmwochenende an der Kinokasse beziehen.
 
Weitere Informationen zu den Filmen finden Sie auf der Website des Filmpodiums.

Reservationen telefonisch über die neue Nummer 044 415 33 66. 

Editorial: Wir bitten zur Kasse

Belle de jour (Luis Buñuel, Frankreich/Italien 1967)

Das Filmpodium der Stadt Zürich ist eine nicht gewinnorientierte kulturelle Institution. Der Löwenanteil unseres Budgets wird mit Steuergeldern gedeckt; ein aufwendiges Programm wie das unsere wäre sonst schlicht nicht finanzierbar – auch wenn wir erfreulicherweise im Sommer unseren Publikumsdurchschnitt nicht nur halten, sondern wieder leicht steigern konnten. Vielen Dank für Ihr Interesse an Billy Wilder und Toshiro Mifune!

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Tickets bequem online kaufen

Das Filmpodium ermöglicht neu den Online-Kauf von Tickets!
Tickets können an der Kasse gekauft oder neu via Website bezogen werden. Klicken Sie bei der gewünschten Vorstellung auf „Ticket“; Sie werden dann automatisch durch die notwendigen Schritte geführt.
Abonnentinnen und Abonnenten erhalten die dazu notwendige PIN an der Kasse.

Weitere Informationen finden Sie auch unter „AGB“ im Footer unserer Website.

Reservationen sind nur noch telefonisch möglich, unter 044 415 33 66.

DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1989

Do the Right Thing (Spike Lee, USA)

Inspiriert von Reformbestrebungen in der Sowjetunion, in Polen und Ungarn, erwuchs im Frühling 1989 in Peking aus anfänglichen Studentenprotesten eine echte Demokratiebewegung, bis die Regierung Soldaten in die Hauptstadt schickte und den Aufstand blutig niederschlagen liess; in Europa wurde zur gleichen Zeit der Eiserne Vorhang löchrig, Tausende flüchteten aus der DDR, Massendemonstrationen folgten, bis am 9. November in Berlin schliesslich die Mauer fiel. In diesem Jahr sorgten gleich zwei US-amerikanische Independent-Filme für Furore: Spike Lees Do the Right Thing, die engagierte Auseinandersetzung mit der Problematik des zeitgenössischen Rassismus in Amerika, wurde Auslöser hitziger politischer Debatten und hat bis heute nichts von seiner aufwühlenden Kraft eingebüsst.

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Black Light

Die diesjährige Retrospektive des Filmfestivals Locarno widmete sich unter dem Titel «Black Light» dem internationalen Black Cinema, zeigte aber nicht nur Filme von Schwarzen. Das Filmpodium zeigt mehrheitlich Filme, die in Locarno zu sehen waren. Einzelne Filme wurden gegen andere Raritäten ausgetauscht, die im Schein des «Black Light» hier erstmals zutage treten. Eine Programmübersicht finden Sie auf unserer Webseite.

Kurator Greg de Cuir Jr schildert in unserem Programmheft die Überlegungen, die ihn bei Auswahl und Zusammenstellung der Filme geleitet haben – das können Sie online hier nachlesen.

Den Round Table zur Retrospektive in Locarno mit den Gästen Alice Diop, Christopher Harris, Isaac Julien, Mark Nash, Janaina Oliveira, Euzhan Palcy und Yolande Zauberman, moderiert von Michael B. Gillespie, kann man hier online nachschauen.

In der WOZ vom 18. Juli 2019 (Nr.29/2019) hat Franziska Meister einen wunderbaren Artikel über die Retrospektive in Locarno geschrieben, den wir hier mit Erlaubnis der Autorin wiedergeben dürfen. Herzlichen Dank!

Subversive schwarze Perlen und Ikonen

Mit «Black Light» ist in Locarno eine starke Retro zu sehen, die das schwarze Kino aus dem identitären und ästhetischen Ghetto holt. Ein Versäumnis ist trotzdem zu beklagen.

Was haben Quentin Tarantino und Jim Jarmusch in einer Retrospektive über Black Cinema verloren? Mit knapp fünfzig Filmen will Locarno heuer das schwarze Filmschaffen des 20. Jahrhunderts feiern – und zeigt in diesem Rahmen über ein Drittel Werke von weissen, überwiegend männlichen RegisseurInnen. Man wolle, lässt das Festival verlauten, über das Konzept von Schwarz als identitäre oder soziale Kategorie hinausgehen und diesbezügliche Erwartungen des Publikums nicht einfach «beflügeln», sondern «erschüttern», ja «auf den Kopf stellen». Eine kalkulierte Provokation also?

Der für die Retro verantwortliche Künstler Greg de Cuir Jr ist ein erfahrener Kurator schwarzer Filmkunst und kämpft seit langem dagegen an, schwarze Filmschaffende und deren Werke in ästhetische und kulturelle Ghettos zu drängen. Wenn er seine Retro in Locarno als «polyfon» bezeichnet, so will er damit zweierlei zum Ausdruck bringen: Zum einen beinhaltet sie «Meilensteine von Kulturen und Menschen, die ihre afrikanische Herkunft teilen, doch in verschiedenen Regionen dieser Welt unterschiedliche Erfahrungen gemacht und unterschiedliche Identitäten geformt haben». Zum anderen verweigert er sich nicht nur der Beschränkung auf schwarze Körper vor und hinter der Kamera, sondern vor allem dem Autorenkino, das er als überholt betrachtet, weil es aus hegemonialer Perspektive spricht. In seiner Retro sollen Filmschaffende und ihre Werke in einen Dialog untereinander treten und sich endlich auf Augenhöhe begegnen können.

  • Within Our Gates (Oscar Micheaux, USA 1920)
  • Illusions (Julie Dash, USA 1982)
  • The Blood of Jesus (Spencer Williams, USA 1941)
  • Strange Victory (Leo Hurwitz, USA 1948)
  • No Way Out (Joseph L. Mankiewicz, USA 1950)
  • Orfeu Nego (Marcel Camus, Brasilien/Frankreich/Italien 1959)
  • The Cool World (Shirley Clarke, USA 1963)
  • La Permission (Melvin Van Peebles, Frankreich 1968)
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Editorial: Viel und vielerlei

Boyz n the Hood (John Singleton, USA 1991)

Das Filmpodium widmet seine Reihen oft einzelnen Filmschaffenden und versucht, möglichst viel von deren sehenswertem Werk zu zeigen. Das haben wir im überlangen Sommerprogramm bei Billy Wilder getan und das machen wir nun noch einmal, indem wir vom grossen Luis Buñuel nicht nur in diesem Programm, sondern auch im darauf folgenden Filme zeigen – eine Gesamtanzahl, die eine einzelne Programmperiode sprengen würde. Plinius der Jüngere wäre mit uns zufrieden, denn er verlangte ja, man müsse viel lesen, nicht vielerlei, in die Tiefe gehen, nicht in die Breite.

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Filmbuff-Quiz 2019 – Sind Sie bereit?

Die Finalrunde 2018

Am 1. November 2019 um 20.00 Uhr testen wir im Filmpodium wieder Ihr Fachwissen beim alljährlichen, bereits traditionsreichen «Filmbuff-Quiz». Wir laden wieder einmal Kinokenner und Filmfreundinnen ein, mental die Klingen zu kreuzen und abseits des Internets mit echtem Filmwissen zu brillieren.

Für die Profis im Publikum gibt es Handicaps, damit engagierte Amateure gleiche Chancen haben, die attraktiven Preise zu gewinnen. Wie bei den TV-Vorbildern muss man beim Filmbuff-Quiz aber nicht selber mitspielen, um Spass zu haben. Man kann auch nur seine Lieblingskandidatinnen anfeuern – oder einfach die eingespielten Clips geniessen und Höhepunkte (und Peinlichkeiten) der Filmgeschichte Revue passieren lassen.

Aufgrund der grossen Nachfrage empfehlen wir allen, die einen Sitzplatz auf Nummer sicher wollen, den Vorverkauf oder die frühzeitige Reservation (ab 14. September auf www.filmpodium.ch).

Hier auf unserem Blog können Sie schon mal üben und Ihre Kenntnisse testen. Sind Sie bereit?

Alle Antworten finden Sie hier.

1. Als Schöpfer der Serie Westworld zeichnet Jonathan Nolan, der Bruder von Christopher Nolan. Zu welchem Film von Christopher lieferte Jonathan eine Kurzgeschichte als Grundlage?

  • Memento
  • Inception
  • Interstellar
  • Insomnia

2. Razzie Awards ist eine Abkürzung für „Golden Raspberry Awards“; die deutschsprachige Presse spricht gerne von der „Goldenen Himbeere“. Welche Schauspielerin gewann am Samstag den Razzie und am Sonntag den Oscar, wenn auch für zwei verschiedene Filme?

  • Halle Berry
  • Sandra Bullock
  • Kate Winslet
  • Meryl Streep

3. Filmausschnitt und Musik gehören nicht zusammen. Welche beiden Filme wurden hier gemixt? Was hatten Charles Chaplin und Erich Maria Remarque gemeinsam?

4. Wie immer gibt es auch in diesem Quiz eine Frage zu James Bond. Der gebürtige Franzose Louis Jourdan hat einmal einen Bond-Bösewicht gespielt. In welchem Film?

  • Moonraker
  • For Your Eyes Only
  • Octopussy
  • Live and Let Die

Die Antwort finden Sie in diesem Clip.

5. In der Sélection Lumière zeigten wir heuer Zabriskie Point. Die bekannteste Szene daraus ist die Schlusssequenz, die damals zur Chiffre für die Materialismus-Kritik wurde (hier geht’s zum Ausschnitt). Welche heutige establishmentkritische amerikanische TV-Serie spielt in der Titelsequenz auf die Antonioni-Szene an?

  • The Good Fight
  • Billions
  • Silicon Valley
  • Black Mirror

Die Antwort finden Sie in diesem Clip.

Hello Filmpodium!

hellozurich ist ein Zürcher Online-Stadtmagazin, das Leute und Orte portraitiert, die unsere Stadt prägen. Reto Baer hat unsere Operateurin Steffi Riebe und die Filmpodium-Leiterin Corinne Siegrist-Oboussier vor Ort im Kino getroffen.

«Das Filmpodium zeigt rund 350 verschiedene Filme pro Jahr. Das sind mehr als alle anderen Stadtzürcher Kinos zusammen. Denn das Filmpodium ist kein konventionelles Kino, sondern ein Programmkino. Es lockt das Publikum weder mit den neusten Hollywood-Blockbustern noch mit Popcorn, sondern mit alten Filmperlen. Diese sind oftmals nicht auf DVD erhältlich oder auf einer Streaming-Plattform abrufbar.» Reto Baer

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

  • © Reto Baer
  • © Reto Baer
  • Steffi Riebe in der Vorführkabine / © Reto Baer
  • Steffi Riebe (Operateurin) und Corinne Siegrist-Oboussier (Leiterin Filmpodium) / © Reto Baer
  • Der Saal / © Reto Baer

Danke für den Besuch, Marthe Keller!

Am Mittwoch, 24. Juli 2019 zeigten wir eine zusätzliche Vorstellung von Billy Wilders Fedora in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Marthe Keller.

  • © Sibylle Meier
  • © Sibylle Meier
  • © Sibylle Meier
  • © Sibylle Meier

Die Schweizerin, die sich u.a. auch mit Dustin Hoffman und Al Pacino die Leinwand geteilt hat, erzählte im Gespräch mit Michel Bodmer von der Arbeit mit Regisseur Billy Wilder und Leinwandpartner William Holden.

Das Gespräch zwischen Marthe Keller und Michel Bodmer kann man hier nachhören: