Plakat: François Truffaut

Das Gewinnerplakat von Stefan Hürlemann.

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. 

In unserer Plakatgalerie finden Sie eine Übersicht aller Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben.

François Truffaut (1932–1984), als Junge ein Tunichtgut, Filmfreak und Schulabbrecher, dann als Filmkritiker bei den „Cahiers du cinéma“ aktiv, zählte zu den Gründern und Verfechtern der Autorenfilmer-Theorie und zu den Mitbegründern der Nouvelle vague. 1959 legte er sein Spielfilmdebüt vor mit Les quatre cents coups, der quasiautobiografischen Coming-of-Age-Geschichte des kleinen Antoine Doinel (Jean-Pierre Léaud). Die Doinel-Saga ging weiter mit Antoine et Colette (Kurzfilm, 1962), Baisers volés (1968), Domicile conjugal (1970) und L’amour en fuite (1979). Stefan Hürlemann, der Gestalter des Gewinnerplakats, hat die zentrale Rolle von Kindheit und Erwachsenwerden in Truffauts Werk visuell zweifach aufgenommen, einmal mit einer Montage von Léauds Gesichtern, einmal im Schriftzug, der an eine Messlatte erinnern soll. 

Truffaut liebte Hitchcock und imitierte auch das klassische Hollywood-Kino (Tirez sur le pianiste, 1960; La mariée était en noir, 1969), drehte sogar einen Science-Fiction-Film (Fahrenheit 451, 1966), wurde aber vor allem für feinsinnige Beziehungsgeschichten bekannt, etwa Jules et Jim (1962), La peau douce (1964), L’histoire d’Adèle H. (1975) und La femme d’à côté (1981). Truffaut war auch Schauspieler und ist in einigen seiner eigenen Filme aufgetreten (L’enfant sauvage, 1970; La nuit américaine, 1973; La chambre verte, 1978) sowie in Steven Spielbergs Close Encounters of the Third Kind (1977).

  • Entwurf von Katharina Shafiei-Nasab und Grant Fryc

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