Wir erinnern uns an Miloš Forman

Miloš Forman im Gespräch mit Andreas Furler (Fotos: Peter Hunkeler)
Miloš Forman im Gespräch mit Andreas Furler (Fotos: Peter Hunkeler)

Am 13. April 2018 verstarb Miloš Forman im Alter von 86 Jahren. Wir haben in unserem Archiv gegraben und das spannende, unterhaltsame Gespräch zwischen Andreas Furler (damals Co-Leiter des Filmpodiums) und dem Regisseur, der uns am 3. Oktober 2010 besucht hat, ausgegraben.

Übrigens: Seine Filmklassiker holen wir vom 8. Oktober bis 14. November 2018 zurück auf unsere Leinwand.

Tracy Letts auf der Bühne und auf der Leinwand

Der amerikanische Dramatiker und Schauspieler Tracy Letts, ein Mitglied der legendären Steppenwolf Theatre Company in Chicago, zählt zu den einflussreichsten Theaterschaffenden der letzten paar Jahrzehnte. Manche seiner Werke sind verfilmt worden, darunter sein Pulitzer-Preis- und Tony-gekröntes Familien- und Frauendrama August: Osage County (2007; 2013 verfilmt von John Wells).

August

Wer August: Osage County in der englischen Originalversion auf der Bühne sehen will, kann dies aktuell in Zürich tun: Die Theatertruppe des Englischen Seminars der Universität Zürich, Blueprint Masquerades, spielt das Stück am 20., 21., 26., 27. und 28. April auf der Bühne der Atelierschule, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich. Details unter https://blueprintmasquerades.com/

Das Filmpodium zeigt im Mai/Juni zwei ganz anders geartete Werke von Tracy Letts, verfilmt von William Friedkin:

Bug

Bug (2006) ist ein beklemmendes Paranoia-Kammerspiel mit Ashley Judd und Michael Shannon;

Killer Joe

Killer Joe (2011) hingegen eine grausliche White-Trash-Moritat über dysfunktionale Familienbeziehungen mit einem schaudererregend guten Matthew McConaughey als Cop und Killer in einer Person.

Wers gerne zahmer hat, kann Tracy Letts derzeit als Vater der Titelfigur in Greta Gerwigs Lady Bird (2017) genießen:

Tracy Letts

Tracy Letts und Laurie Metcalf in Lady Bird

Christine Vachon kommt ans Pink Apple Festival 2018 nach Zürich!

Das Pink Apple Festival 2018 verleiht seinen Festival Award für Verdienste um das schwullesbische Filmschaffen der New Yorker Produzentin Christine Vachon. Seit rund 30 Jahren bringt sie ebenso eigenwillige wie herausragende Independent-Filme hervor, darunter viele, die LGBT-Geschichte geschrieben haben.

Das Filmpodium widmet Vachon eine Retrospektive, die von ihrem ersten Langfilm Poison über Publikumserfolge wie One Hour Photo und Carol bis zu Premieren neuer Werke reicht.

Das 21. Pink Apple Festival zeichnet Christine Vachon mit seinem Festival Award aus, den sie am Sonntag, dem 6. Mai persönlich entgegennehmen wird. Davor wird die Produzentin bei mehreren Vorstellungen im Filmpodium für Q&As zur Verfügung stehen, und am Samstag, dem 5. Mai gibt sie um 16.30 Uhr eine Master Class mit Marille Hahne (ZHdK).

 

Tanti Auguri Claudia Cardinale!

Sie dreht noch immer. Zur Legende wurde sie jedoch in den 1960er-Jahren in Filmen von Luchino Visconti, Mario Monicelli, Valerio Zurlini und natürlich von Federico Fellini, der ihr in Otto e mezzo die vielleicht perfekte Rolle gab. Pünktlich zum 80. Geburtstag von Claudia Cardinale am 15. April zeigen wir 15 Filme der in Tunis geborenen Sizilianerin, die mit ihrer betörenden Mischung aus Naivität und Sinnlichkeit zu einem der Superstars des italienischen Kinos wurde.

Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag und freuen uns über die Grussbotschaft dieser Filmikone!

Editorial: Man muss die Gäste feiern…

Dia_Cardinale_1920x1080pxDem 1986 vom Stimmvolk erteilten Auftrag gemäss ist das Filmpodium ein Ort der Unterhaltung, der Begegnungen und der Entdeckungen, der «dem Publikum ermöglicht, seine Lieblingsfilme (…) auf der Leinwand statt auf dem Bildschirm wiederzusehen, Filmschaffende, Künstler und Produzenten zu treffen». Es ist uns denn auch ein grosses Anliegen, über das blosse Vorführen von Filmen hinaus Veranstaltungen zu organisieren, die persönliche Begegnungen mit Gästen erlauben. Der Zugang zu Filmen ist heute dank Internet ja leichter denn je. Aber leibhaftige Menschen zu treffen, die sich mit dem Kino beschäftigen, ist ein Mehrwert, den nur ein Ort wie das Filmpodium bieten kann. «Editorial: Man muss die Gäste feiern…» weiterlesen

Reedition: Creature from the Black Lagoon – Jack Arnold

American actor, stuntman and filmmaker, Ricou Browning, as Gill-man in 'Creature From The Black Lagoon', directed by Jack Arnold, 1954. (Photo by Silver Screen Collection/Getty Images)
Ricou Browning in Creature From The Black Lagoon (Jack Arnold, 1954) (Photo © Silver Screen Collection/Getty Images)

Das Filmpodium zeigt Jack Arnolds legendäres Original (Creature from the Black Lagoon) in restaurierter Fassung und schwarzweissem 3D als Reedition zur Einstimmung auf Guillermo del Toros Hommage und Persiflage (The Shape of Water) sowie als historisches Gegenbild dazu.

Hintergrundinformationen zu Regisseur Jack Arnold und seinem «wundersamen Gruselkabinett» können Sie hier in der Sendung «Kontext» von Michael Sennhauser nachhören, die 2016 anlässlich des 100. Geburtstags von Jack Arnold aufgezeichnet wurde. Auch Sven Ahnert hat dem «Meister des Schreckens» eine kurze Hommage gewidmet, die Sie hier nachlesen können.  «Reedition: Creature from the Black Lagoon – Jack Arnold» weiterlesen

Grosser Auftakt zur Jahrhundertreihe 2018

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Als Auftakt zur Programmreihe «Das erste Jahrhundert des Films» und zur Einführung des dazugehörenden Abonnements für alle in Ausbildung zeigt das Filmpodium gemeinsam mit Maximum Cinema am 24. Februar um 20.45 Uhr Joel und Ethan Coens Jahrhundertfilm The Big Lebowski (1998).

Mit White Russians an der Bar und einem Pop-Quiz mit drei tollen Preisen: Das Originaldrehbuch von The Big Lebowski, direkt aus L.A.; ein Bowling-Abend für eine Gruppe im Bowling Center Zürich; 1 Abonnement für die Reihe «Das erste Jahrhundert des Films».

Und übrigens: Wer im Bademantel als «the Dude» verkleidet an die Vorführung kommt, erhält einen White Russian aufs Haus!

Editorial: Kurve gekriegt

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Für 2016 mussten wir einen markanten Rückgang der Eintritte vermelden (von durchschnittlich 39 auf 34 Gäste pro Vorstellung); dagegen präsentiert sich das Jahr 2017 erfreulicherweise als praktisch stabil: Insgesamt 31’887 Personen besuchten das Filmpodium, das sind nur 285 weniger als im Vorjahr und damit weiterhin 34 pro Vorstellung.

Natürlich würden wir uns über (wieder) höhere Eintrittszahlen freuen; dennoch ist «stabil» inzwischen keine Selbstverständlichkeit. Von ein paar Publikumsrennern abgesehen, laufen nämlich in den gewerblichen Arthouse-Kinos viele Filme oft mit deutlich weniger als 20 Gästen pro Vorstellung. Das hat diverse Gründe: Der individuelle Filmkonsum hat weiter zugenommen, ebenso das Angebot; manche Filme werden nur noch online gezeigt und auch Serien ziehen Filmfans in ihren Bann. Trotzdem kommen immer mehr Filme neu ins Kino (2016: 499; 2017: 531). In Zürich ist die Zahl der Leinwände nochmals angestiegen und immer neue Filmfestivals buhlen um Aufmerksamkeit. Das alles verstärkt die Aufsplitterung des Publikums und macht es für uns noch anspruchsvoller, Interessierte für unser Programm zu gewinnen. «Editorial: Kurve gekriegt» weiterlesen

Jahrhundert-Angebot!

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Für unsere Reihe «Das erste Jahrhundert des Films» können Studierende und alle anderen in Ausbildung im Kalenderjahr 2018 von einem neuen Spezial-Abo profitieren: Das Abo für 50 Franken gewährt euch freien Zutritt zu den rund 60 Filmen dieser Reihe, einschliesslich der Stummfilme von 1918 und 1928 mit Live-Begleitung. In jedem Programmzyklus zeigen wir Klassiker der Jahre 1918 bis 1998: Darunter Filme von Leni Riefenstahl, Akira Kurosawa, George A. Romero, Pedro Almodóvar sowie Joel und Ethan Coen. Eine Auswahl der Filmtitel findet ihr auf unserem Flyer.

Das Jahrhundert-Abo ist gegen entsprechenden Ausweis an der Kinokasse erhältlich.

Einzelne Filme werden durch Mitarbeitende und Studierende des Seminars für Filmwissenschaft der Universität Zürich eingeführt. Das detaillierte Programm mit allen Spielzeiten und Einführungen findet ihr jeweils 2 Wochen vor Start der jeweiligen Reihe auf unserer Webseite.

UND: Haltet euch den Samstagabend, 24. Februar 2018 in eurem Terminkalender frei für unseren grossen Kickoff-Event, den wir gemeinsam mit Maximum Cinema präsentieren. Welchen Klassiker werden wir wohl zeigen? Details folgen Anfang 2018.

Editorial: The Winter of Our Dis-content

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Am 8. Februar findet im Filmpodium eine Buchvernissage statt: Präsentiert wird die neue Ausgabe des CINEMA-Filmjahrbuchs, die Artikel und Essays zum Thema «Zukunft» enthält.

Eine mögliche Zukunft des Kinos ist ja: keine. Mehr und mehr verlagert sich der Filmkonsum weg von Kino, DVD/Blu-ray und Fernsehen ins Internet. Digital Natives raffen sich nur selten auf und pilgern in einen Lichtspielsaal, um einen Film auf der Leinwand zu sehen, erst recht nicht zu vorgegebenen Zeiten und bei winterlichen Temperaturen. Zu Hause auf der Couch kann man ja den Content (bzw. filmische Inhalte) runterladen, wanns einem passt.

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und geschaut, welche Filme aus dem aktuellen Programm im deutschen Raum bzw. in der Schweiz (legal) online verfügbar sind. Dazu haben wir einen Service verwendet, der einen Überblick über 24 deutsche Plattformen gibt – darunter Branchenriesen wie iTunes, Amazon, Netflix und Google Play, aber auch speziellere Anbieter wie Mubi und realeyz –, und noch ein paar Schweizer Plattformen abgegrast. «Editorial: The Winter of Our Dis-content» weiterlesen