EIN ABEND MIT FERNANDO PÉREZ

 

Der kubanische Cineast Fernando Pérez, der 2016 mit einer Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur bedacht wurde und mehrere Monate in der Schweiz weilte, beehrte am 15. April auch das Filmpodium, wo er seine Filme Madrigal und La vida es silbar vorstellte.

Moderation: Corinne Siegrist-Oboussier
Übersetzung: Sabina Brocal
Fotos: Sibylle Meier

Das erste Jahrhundert des Films: 1936

Mr. Deeds Goes to Town (Frank Capra, USA)

Anstatt die Olympischen Spiele in Berlin zu dokumentieren, wendet sich Luis Trenker 1936 in einem der ersten deutschen Western dem Gründungsmythos der USA zu: Trenker zeigt die Kehrseite amerikanischer Pionierromantik und verleiht dem «myth of the frontier» mit der Geschichte des Schweizers Johann August Sutter in Der Kaiser von Kalifornien eine düstere, blutige Färbung. In Frank Capras optimistischer Komödie Mr. Deeds Goes to Town bekommt der American Way of Life durch Gier und Egoismus einige Kratzer ab, doch nur, um am Ende in Gestalt des aufrichtigen Longfellow Deeds erstarkt aus der Geschichte hervorzugehen. Wo bei Capra die Satire nur im Dialog hinter­gründig durchschimmert, tritt sie im beinahe stummen Modern Times im Spiel und in der Inszenierung Chaplins deutlich hervor: Der letzte Auftritt des Tramps ist zum kritischen wie auch amüsanten Kommentar über die Indust­rialisierung geworden. Wie Chaplin wechselte auch Yasujiro Ozu erst spät zum Tonfilm, bewegte sich aber sogleich sicher auf dem neuen Terrain. Den Dialog sparsam einsetzend, zeichnet er in Der einzige Sohn ein kritisches Bild der japanischen Gesellschaft zu Beginn der 1930er Jahre. Les bas-fonds wiederum vereint erstmals Jean Renoir mit Jean Gabin, der in den folgenden Jah­ren zum Gesicht des poetischen Realismus werden sollte. Im Gegensatz zur späteren Ernsthaftigkeit Gabins durchbricht hier sein mitunter humorvolles Spiel den pessimistischen Grundton von Gorkis Vorlage und gibt der zeitlo­sen Geschichte um Geld und Armut eine eigentümliche Leichtigkeit, oder, wie es André Bazin formuliert: «Nur Jean Renoir kann es sich so ungeniert erlau­ben, uns zur Rührung zu nötigen, indem er zugleich die Grenze der Lächer­lichkeit berührt.» (André Bazin: Jean Renoir, 1977)

  • Am Ufer des blauen Meeres (U samogo sinego morya) (Boris Barnet/S. Mardanin, UdSSR)
  • Camille (George Cukor, USA)
  • César (Marcel Pagnol, F)
  • Die Schwestern von Gion (Gion no shimai) (Kenji Mizoguchi, J)
  • Dodsworth (William Wyler, USA)
  • Elegie in Naniwa (Naniwa ereji) (Kenji Mizoguchi, J)
  • Fury (Fritz Lang, USA)
  • Glückskinder (Paul Martin, D)
  • Herr Dankeschön (Arigato-san) (Hiroshi Shimizu, J)
  • Libeled Lady (Jack Conway, USA)
  • Mayerling (Anatole Litvak, F)
  • Partie de campagne (Jean Renoir, F)
  • Sabotage (Alfred Hitchcock, GB)
  • The Great Ziegfeld (Robert Z. Leonard, USA)
  • Things to Come (William Cameron Menzies, GB)
  • Vámonos con Pancho Villa! (Fernando de Fuentes, Mexico)

Weitere wichtige Filme von 1936

Am Ufer des blauen Meeres (U samogo sinego morya) (Boris Barnet/S. Mardanin, UdSSR)
Camille (George Cukor, USA)
César (Marcel Pagnol, F)
Die Schwestern von Gion (Gion no shimai) (Kenji Mizoguchi, J)
Dodsworth (William Wyler, USA)
Elegie in Naniwa (Naniwa ereji) (Kenji Mizoguchi, J)
Fury (Fritz Lang, USA)
Glückskinder (Paul Martin, D)
Herr Dankeschön (Arigato-san) (Hiroshi Shimizu, J)
Libeled Lady (Jack Conway, USA)
Mayerling (Anatole Litvak, F)
Partie de campagne (Jean Renoir, F)
Sabotage (Alfred Hitchcock, GB)
The Great Ziegfeld (Robert Z. Leonard, USA)
Things to Come (William Cameron Menzies, GB)
Vámonos con Pancho Villa! (Fernando de Fuentes, Mexico)

ROLF LYSSY – BUCHVERNISSAGE MIT GÄSTEN

 

Zum 80. Geburtstag von Rolf Lyssy (* 25 Februar 1936) organisierte der rüffer & rub Sachbuchverlag eine Buchvernissage, an der das Buch «Die Schweizermacher – Und was die Schweiz ausmacht» vorgestellt wurde.

Stadtpräsidentin Corine Mauch eröffnete den Anlass mit einem Grusswort, Madeleine Hirsiger führte durch den Abend und hat mit Rolf Lyssy über sein Werk gesprochen. Anschliessend stellten die Verlegerin Anne Rüffer und die Herausgeber Georg Kohler und Felix Ghezzi «Die Schweizermacher – Und was die Schweiz ausmacht» vor.

Pressespiegel

His Girl Friday (Howard Hawks, USA 1940)

Hier finden Sie eine Auswahl von Artikeln zu unseren Programmreihen und unserem Kino. Bitte beachten Sie, dass viele Artikel nur mit einem Abo der entsprechenden Publikation vollständig zugänglich sind. 


Désirée (Henry Koster, USA 1954)

Mai / Juni 2021
RENÉ HUBERT: KLEIDER MACHEN STARS

Das Tagblatt der Stadt Zürich stellt den «Hausdesigner der Swissair» vor und bespricht René Huberts Karriere in Hollywood.


La saison des hommes (Moufida Tlatli, Tunesien/Frankreich 2000)

November / Dezember 2020
5. ARAB FILM FESTIVAL ZURICH

Das vielfältige arabische Filmschaffen wurde anlässlich der 5. Ausgabe des Arab Film Festival Zurich sowohl auf arttv.ch (ein Interview mit unserem stellvertretenden Leiter, Michel Bodmer), auf kath.ch (ein Gespräch mit Nadia Zouaoui, Regisseurin von Islam of My Childhood und eine Besprechung der Eröffnung) sowie im Tagblatt der Stadt Zürich besprochen. Doris Senn stellte das Programm und die Preisträger*innen auf 451.ch vor.


Die Büchse der Pandora (Georg Wilhelm Pabst, D 1928)

Oktober / November 2020
LOUISE BROOKS

Thomas Gladysz ist Autor zahlreicher Artikel über das frühe Kino sowie Verfasser des Buches Louise Brooks: the Persistent Star (2017).  Für das internationale Filmmagazin Film International hat er eine ausführliche und äusserst lesenswerte Besprechung unserer Louise Brooks-Reihe geschrieben, die Sie hier nachlesen können (auf Englisch).


All the President’s Men (Alan J. Pakula, USA 1976)

Juli – September 2020
ROBERT REDFORD

Mariam Schaghaghi führte für die NZZ ein Interview mit Robert Redford über den Moment, als er begriff, welche Rolle die Kunst in der Gesellschaft spielt.


Le silence de Lorna (Jean-Pierre & Luc Dardenne, Belgien/Frankreich/Italien/Deutschland 2008)

Februar / März 2020
ALBANIEN IM FILM

Die «albanische Seele leidet bis heute», schreibt Aleksandra Hiltman im Tages-Anzeiger über die albanische Filmreihe.


A Star Is Born (George Cukor, USA 1954)

Januar / Februar 2020
JAMES MASON

Das Filmpodium widmete James Mason eine Retrospektive, «ohne runden Anlass, aber mit allem Grund», wie Gerhard Midding in seiner Programmbesprechung schreibt. 


Trust (Hal Hartley, GB/USA 1990)

November / Dezember 2019
HAL HARTLEY

«Ein Komet kehrt zurück», schreibt Gerhard Midding im Züritipp über Indie-Darling Hal Hartley.


Jackie Brown (Quentin Tarantino, USA 1997)

Oktober / November 2019
BLACK LIGHT

«Zwischen Liebe und Wut»: Die 5 Highlights der Züritipp-Redaktion aus der Reihe «Black Light».

Franziska Meister schreibt in der WOZ über «Subversive schwarze Perlen und Ikonen».


Steffi Riebe und Corinne Siegrist-Oboussier (© Reto Baer)

August 2019
hellozurich besucht das Filmpodium

«Wer es gern analog mag, sollte das Filmpodium zum persönlichen Hotspot machen», meint Reto Baer von hellozurich.ch.


Sunset Boulevard (Billy Wilder, USA 1950)

Juli / September 2019
BILLY WILDER

«Er war fast perfekt» resümiert der Tages-Anzeiger über das Schaffen von Billy Wilder.

Die NZZ über das Buch «Hat es Spass gemacht, Mr. Wilder? Gespräche mit Billy Wilder», das 2019 auf Deutsch erschienen ist.


Hauptbahnhof (Bab al hadid) (Youssef Chahine, Ägypten 1958)

März / April 2019
YOUSSEF CHAHINE

Catherine Silberschmidt schreibt in der WOZ über Youssef Chahine: «Auf der Hut vor der Zensur».


Simone Signoret

Februar / März 2019
SIMONE SIGNORET

«Sie hatte keine Angst». Der Züritipp über Simone Signoret.


November / Dezember 2018
4. ARAB FILM FESTIVAL ZURICH

Den Pressespiegel zur 4. Ausgabe des Arab Film Festival Zurich finden Sie hier.


Le silence est d’or (René Clair, Frankreich 1947)

November / Dezember 2018
RENÉ CLAIR ZUM 120. GEBURTSTAG

Der Züritipp entdeckt René Clair neu.


The Awful Truth (Leo McCarey, USA 1937)

Juli / September 2018
LEO MCCAREY

«Es wird einem heute noch schwindlig» schreibt der Tages-Anzeiger über das Werk von Leo McCarey.

Elisabeth Bronfen im Filmbulletin über Leo McCarey und seine Filme.


The French Connection (William Friedkin, USA 1971)

Mai / Juni 2018
WILLIAM FRIEDKIN

«Ein Mann für die Groben» sei William Friedkin, schreibt die Filmredaktion des Züritipp.


The Pink Panther (Blake Edwards, GB/USA 1963)

April / Mai 2018
CLAUDIA CARDINALE

journal21.ch zum 80. Geburtstag von Claudia Cardinale.

Susanne Ostwald in der NZZ über «Claudia Cardinale – Die Frau, die Löwen und Panther küsst.»

«Ihre Unschuld ist kompliziert» schreibt Gerhard Midding im Tages-Anzeiger.


Homo Sapiens (Nikolaus Geyrhalter, Österreich 2016)

März / April 2018
NEUE DOKUMENTARFILME

Filmexplorer rezensiert Kate Plays ChristinesomniloquiesUnder the SunHomo Sapiens und El mar la mar.

«Wie der Meister» – Thomas Bodmer über China’s Van Goghs im Züri Tipp.

Martin Walder in der NZZ über Romans d’adultes, der Fortsetzung der Langzeitstudie Romans d’ados.


Ordet (Carl Theodor Dreyer, Dänemark 1955)

März / April 2018
CARL THEODOR DREYER

Gerhard Midding im Züri Tipp über den vor 50 Jahren verstrobenen Carl Theodor Dreyer: «Die Wucht der Stille».


The Crowd (King Vidor, USA 1928)

Januar/ Februar 2018
STUMMFILMFESTIVAL 2018

Thierry Frémauxs Lumière! wird sowohl im Züri-Tipp wie auch in der NZZ besprochen.

Christoph Egger über das 15. Stummfilmfestival im Filmpodium.


The Night of the Hunter (Charles Laughton, USA 1955)

November / Dezember 2017
ROBERT MITCHUM ZUM 100. GEBURTSTAG

Christina Tilmann schreibt zu seinem 100. Geburstag über den «Mann mit den drei Gesichtern».

Der Züritipp stellt den «müdesten Macho» vor.


Mala Noche (Gus Van Sant, USA 1986)

November / Dezember 2017
GUS VAN SANT: POET DER INTIMITÄT

Gerhard Midding schreibt im Filmbulletin über Gus Van Sant: Beharrlichkeit und Neuerfindung.


Out of the Past (Jacques Tourneur, USA 1947)

Oktober / November 2017
JACQUES TOURNEUR

Pascal Blum schreibt im Tages-Anzeiger anlässlich der Retrospektive in Locarno über den «Regisseur unserer Ängste».

Der Züritipp über den «Fürst der Finsternis».

Johannes Binotto analysiert Tourneurs Out of the Past.


Duel to the Death (Tony Ching Siu-tung, Lee Hyung-pyo, Hongkong 1983)

Juli / August / September 2017
HONGKONG KINO

Das Tagblatt der Stadt Zürich schreibt über die «Perlen des Hongkong-Kinos».

Der Züritipp über die «gefährlichen Filme» des Hongkong-Kinos.

Am 1. Juli 2017 jährt sich die Übergabe der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong an die Volksrepublik China zum zwanzigsten Mal. Gerhrad Midding schreibt über das «Vorher» und das «Nachher» im Film.

Simone Meier schreibt in watson über das «Filmwunder Hongkong».


Gilberte de Courgenay (Franz Schnyder, Schweiz 1941)

Mai / Juni 2017
SCHWEIZER FILMKLASSIKER IN NEUEM GLANZ

«Heidi in Hochglanz» – der Züritipp über die Schweizer Filmklassiker.


Les demoiselles de Rochefort (Jacques Demy, Frankreich 1967)

Mai / Juni 2017
CATHERINE DENEUVE & FRANÇOISE DORLÉAC

Die Titelgeschichte im Züritipp: Die Retrospektive zu Catherine Deneuve im Filmpodium.


Das Cabinet des Dr. Caligari (Robert Wiene, Deutschland 1920)

April / Mai 2017
DAS KINO DER WEIMARER REPUBLIK

Der Züritipp über die Klassiker der Weimarer Republik.


My Beautiful Laundrette (Stephen Frears, GB 1985)

April / Mai 2017
GRENZGÄNGER – GRENZENLOS: ASIEN UND EUROPA

«Filmreisen über alle Grenzen» – UZH News zur Reihe «Grenzgänger – Grenzenlos: Asien und Europa».


The Times of Harvey Milk (Robert Epstein, Richard Kurt Schmiechen, USA 1984)

April / Mai 2017
ROB EPSTEIN & JEFFREY FRIEDMAN

Der Tages-Anzeiger über die Retrospektive zu Rob Epstein und Jeffrey Friedman.


The Fits (Anna Rose Holmer, USA 2015)

Februar / März 2017
SCHWARZ UND FRAU

Maximum Cinema über Anna Rose Holmers The Fits aus dem Programm «Schwarz und Frau».


Mohamad Abdulaziz im Interview © Tages-Anzeiger

November / Dezember 2016
3RD INTERNATIONAL ARAB FILM FESTIVAL ZURICH

Alexandra Kedves sprach für den Tagesanzeiger mit dem Regisseur von Four O’Clock, Paradise Time

Einen ausführlichen Pressespiegel finden Sie auf der Website des Arab Film Festival


Torneranno i pratti (Ermanno Olmi, Italien 2014)

November / Dezember 2016
PREMIERE: TORNERANNO I PRATI

Hanspeter Stalder über einen «berührenden, nachhaltigen Antikriegsfilm» des Altmeisters Ermanno Olmi.


Jiří Menzel zu Gast im Filmpodium

Oktober / November 2016
JIŘÍ MENZEL REVISITED

«Die Welt begreife ich über den Humor» – Menzel im Gespräch mit Susanna Petrin.


Juli / September 2016
REMAKES

Johannes Binotto über die «Möglichkeiten des Remakes».

Pascal Blum im Gespräch mit Filmwissenschaftler Henry Taylor zum Phänomen des «Remake».


Die Halbstarken (Georg Tressler, BRD 1956)

Juli / September 2016
DAS KINO DER JUNGEN BRD

«Die gerettete Ehre von Papas Kino» – Christoph Schneider über die Retrospektive, die das Filmfestival Locarno und das Filmpodium Zürich dem westdeutschen Film zwischen 1949 und 1963 gewidmet haben.


Cemetery of Splendour (Apichatpong Weerasethakul, Thailand et al. 2015)

Juli / September 2016
PREMIERE: CEMETERY OF SPLENDOUR

Tim Slagman über den «grössten Spiritualisten des Kinos», Apichatpong Weerasethakul, und seinen neuen Film Cemetery of Splendour.

«Am Tisch mit der Prinzessin» – Pascal Blum im Tagesanzeiger über Apichatpong Weerasethakuls neustes Meisterwerk Cemetery of Splendour.


Mai / Juni 2016
IDA LUPINO – STAR UND REGISSEURIN

Martin Girod im Tagesanzeiger «über die Frau, die nicht auswich».

Pascal Blum über «eine der faszinierendesten Frauen Hollywoods».


Entr’acte (René Clair, Frankreich 1924)

Mai / Juni 2016
DADA IM FILM

Martin Christ und Martin Girod besprechen René Clairs Entr’acte in der NZZ.


Léa Pool erhält den Pink Apple Award

April / Mai 2016
LÉA POOL

Urs Bühler bespricht in der NZZ das Werk von Léa Pool.


The Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, USA/Deutschland/GB 2014)

Februar / März 2016
MENSCHEN IM HOTEL

Johannes Binotto schreibt in der NZZ über die «Weltreise im Zimmer».


Februar / März 2016
ZUM 80. GEBURTSTAG VON ROLF LYSSY

Thomas Zaugg über die Entstehung von Lyssys Klassiker Die Schweizermacher.


The Hunchback of Notre Dame (Wallace Worsley, USA 1923)

Januar/Februar 2016
STUMMFILMFESTIVAL 2016

Christoph Egger über Stummfilme «Zwischen Melodrama und Komik»


Pink Flamingos (John Waters, USA 1972)

Oktober/November 2015
JOHN WATERS

Simone Meier interviewt John Waters für watson.ch.


Reisender Krieger (Christian Schocher, Schweiz 1981)

Juli/September 2015
CHRISTIAN SCHOCHER

Pascal Blums Besuch bei Christian Schocher in Pontresina kann man hier nachlesen.


My Neighbor Totoro (Hayao Miyazaki, Japan 1988)

Juli/September 2015
HAYAO MIYAZAKI

Johannes Binotto über das Werk des japanischen Anime-Künstlers in der NZZ.


Men, Women & Children (Jason Reitman, USA 2014)

Mai/Juni 2015
PREMIERE: MEN, WOMEN & CHILDREN

Simone Meiers Kritik auf watson.ch ist hier zu lesen.


Frederick Wiseman im Filmpodium

April/Mai 2015
FREDERICK WISEMAN

Till Brockmanns Interview mit Frederick Wiseman für die NZZ (Ausgabe vom 18.4.2015) ist hier zu lesen.

Valentina Ivics Interview mit Frederick Wiseman für SRF können Sie hier sehen.


13 Assassins (Takashi Miike, Japan/GB 2010)

Februar/März 2015
KOJI YAKUSHO 

Phlipp Meier in der NZZ: «Wandlungsfähigkeit eines Gesichts».


Die Frau, nach der man sich sehnt (Kurt Bernhardt, Deutschland 1929)

Februar/März 2015
FRITZ KORTNER

Charles Lewinsky erinnert sich hier an den «schlimmsten und grössten Regisseur», mit dem er je zu tun hatte.


Master of the House (Carl Theodor Dreyer, Dänemark 1925)

Januar/Februar 2015
STUMMFILMFESTIVAL 2015

Christoph Egger in der NZZ: «Experimentierlust und frühe Vollendung».


An American in Paris (Vincente Minnelli, USA 1951)

Januar/Februar 2015
GENE KELLY

Johannes Binotto über die Gene Kelly-Reihe in der NZZ: «Verführungen, Kraftakte».


It’s a Wonderful Life (Frank Capra, USA 1946)

November/Dezember 2014
REEDITION: IT’S A WONDERFUL LIFE

Johannes Binotto über den Weihnachtsklassiker: «Liebe dein Symptom!».


Oktober 2014
CORINNE SIEGRIST-OBOUSSIER GEEHRT

Die Leiterin des Filmpodiums, Corinne Siegrist-Oboussier, wurde mit dem «Korean Cinema Award 2014» für ihr Engagement für das koreanische Filmschaffen geehrt. Das SRF und die NZZ haben darüber berichtet.


Russian Ark (Alexander Sokurow, Deutschland/Russland 2002)

September/November 2014
ALEXANDER SOKUROW

Pascal Blum im Gespräch mit Fed van der Kooij, hier nachzulesen.


17.07.2014
LEBEN IN ALTEN KINO(T)RÄUMEN

Filmpodium-Operateur Hans X. Hagen in der NZZ.


Little Caesar (Mervyn LeRoy, USA 1931)

Juli/September 2014
PRE-CODE HOLLYWOOD: LET’S MISBEHAVE

Johannes Binotto in der NZZ: «Testgelände für Ungehörigkeit».

Pascal Blum im Tages Anzeiger: «Filme aus der Zeit, bevor die Traumpolizei kam».


Später Frühling (Yasujiro Ozu, Japan 1949)

Mai/Juni 2014
JAPAN IM SPIEGEL SEINER FILMKLASSIKER: VOM FEUDALSTAAT ZUR MODERNEN NATION

Gerhard Midding über die japanischen Benshi-Erzähler: «Die Stimmen für die Stummen».


A Fistful of Dollars (Sergio Leone Italien/Spanien/BRD 1964)

April/Mai 2014
SERGIO LEONE: ES WAR EINMAL DIE REVOLUTION

Johannes Binotto zu Sergio Leone: «Bilder schiessen».


April/Mai 2014
2.  INTERNATIONAL ARAB FILM FESTIVAL ZURICH

Den Pressespiegel zur 2. Ausgabe des International Arab Film Festival Zurich finden Sie hier


Der letzte Mann (Friedrich Wilhelm Murnau, Deutschland 1924)

Januar/Februar 2014
STUMMFILMFESTIVAL 2014

Christoph Egger über das 11. Stummfilmfestival im Filmpodium, hier nachzulesen.


Otto e mezzo (Federico Fellini, Italien/Frankreich 1963)

Juli/August 2013
DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1963 – 1973

Eine wunderbare Bildstrecke in der NZZ Online.


Rumble Fish (Francis Ford Coppola, USA 1983)

Juli/August 2013
THE REAL EIGHTIES: RÜCKEROBERUNG EINES JAHRZEHNTS

Johannes Binotto über die Programmreihe in der NZZ, hier nachzulesen.


Blow-Up (Michelangelo Antonioni, GB/Italien 1966)

Juli/August 2012
RICHARD LESTER & SWINGING LONDON: VORGESCHMACK DER GROSSEN FREIHEIT

Johannes Binotto zur «Beschwingten Avantgarde».


Das erste Jahrhundert des Films: 1995

La haine (Mathieu Kassovitz, F)

In der Selektion des Jahres 1995 drängt sich der urbane Lebensraum in den Vordergrund und verdichtet sich über die Filme hinaus zum facettenreichen Bild einer nun bereits zwanzig Jahre zurückliegenden Zeit. Jafar Panahis Erstling Der weisse Ballon beobachtet das Leben in der Stadt Teheran durch die Augen der siebenjährigen Razieh und erinnert dabei nicht nur in seiner humanistischen Haltung an Vittorio De Sicas Ladri di biciclette. Im hekti­schen Betrieb der sich wandelnden Millionenmetropole Ho­Chi­Minh­ Stadt gerät der Fahrradklau in Cyclo wiederum zum Ausgangspunkt für eine blutige Parabel, die Genesis eines Mörders. Die schonungslose Brutali­tät, mit der Tran Anh Hung das Leben in der vietnamesischen Hauptstadt zeichnet, prägt auch David Finchers stilbildenden Neo­-Noir Seven, das nihilistische Bild einer namenlosen amerikanischen Grossstadt und ihrer Bewohner. Michael Manns epischer Thriller Heat lässt die Düsternis der verregneten Strassen dem unterkühlten Lichtermeer des modernen Los Angeles weichen und nimmt damit den Look von Filmen wie The Dark Knight vorweg. Die anonymen Häuserschluchten der Metropole sind der würdige Schauplatz einer Premiere, wenn sich die Schauspiellegenden Al Pacino und Robert De Niro erstmals duellieren. Im ganz in Schwarzweiss gehaltenen La haine wird die Schilderung des Lebens in den Pariser Ban­lieues zur wütenden Anklage gegen heute immer noch gärende soziale Miss­stände. Einen Kontrapunkt setzen Nicolas Humbert und Werner Penzel, denen es mit Middle of the Moment gelingt, fernab grosser Ballungsräume das scheinbar zeitentrückte Leben der Tuareg auf die Leinwand zu bannen.

  • Before Sunrise (Richard Linklater, USA/Österreich)
  • Between the Devil and the Deep Blue Sea (Marion Hänsel, Belgien/Frankreich/GB)
  • Braveheart (Mel Gibson, USA)
  • Clueless (Amy Heckerling, USA)
  • Dead Man Walking (Tim Robbins, USA)
  • Dead Man (Jim Jarmusch, USA)
  • Der Blick des Odysseus (To vlemma tou Odyssea) (Theo Angelopoulos, Griechenland)
  • La cité des enfants perdus (Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet, F)
  • Good Men, Good Women (Hao nan hao nu) (Hou Hsiao-Hsien, Japan/Taiwan)
  • Kids (Larry Clark, USA)
  • Land and Freedom (Ken Loach, GB)
  • Shanghai Serenade (Yao a yao, yao dao wai po qiao) (Zhang Yimou, China)
  • Signers Koffer (Peter Liechti, Schweiz)
  • The Madness of King George (Nicholas Hytner, GB)
  • The Usual Suspects (Bryan Singer, USA)
  • Toy Story (John Lasseter, USA)
  • Twelve Monkeys (Terry Gilliam, USA)
  • Underground (Podzemlje) (Emir Kusturica, Frankreich/ Deutschland/Ungarn/Bundesrepublik Jugoslawien)

Weitere wichtige Filme von 1995

Before Sunrise (Richard Linklater, USA/Österreich)
Between the Devil and the Deep Blue Sea (Marion Hänsel, Belgien/Frankreich/GB)
Braveheart (Mel Gibson, USA)
Clueless (Amy Heckerling, USA)
Dead Man (Jim Jarmusch, USA)
Dead Man Walking (Tim Robbins, USA)
Der Blick des Odysseus (To vlemma tou Odyssea) (Theo Angelopoulos, Griechenland)
Good Men, Good Women (Hao nan hao nu) (Hou Hsiao-Hsien, Japan/Taiwan)
Kids (Larry Clark, USA)
La cité des enfants perdus (Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet, F)
Land and Freedom (Ken Loach, GB)
Shanghai Serenade (Yao a yao, yao dao wai po qiao) (Zhang Yimou, China)
Signers Koffer (Peter Liechti, Schweiz)
The Madness of King George (Nicholas Hytner, GB)
The Usual Suspects (Bryan Singer, USA)
Toy Story (John Lasseter, USA)
Twelve Monkeys (Terry Gilliam, USA)
Underground (Podzemlje) (Emir Kusturica, F/ D/Ungarn/Jugoslawien)

Das erste Jahrhundert des Films: 1985

Brazil (Terry Gilliam, GB)

Die Zeit – Vergangenheit, Zukunft und dabei natürlich immer auch die Ge­genwart – steht im Zentrum der Filmauswahl des Jahres 1985. Mit seinem Monumentalwerk Shoah schafft es Claude Lanzmann, dem Schrecken des Holocausts im Zweiten Weltkrieg so nahezukommen, wie es vielleicht nur möglich ist. Indem er die Aussagen der Opfer und Täter mit Bildern aus der Gegenwart koppelt, weist er sie als Erinnerungen aus, die bis ins Heute nach­ wirken. Elem Klimows Komm und sieh schildert die Gräuel des Krieges durch die Augen des 14­jährigen Fljora. Wenn dieser am Ende auf ein Porträt Hitlers schiesst, läuft die Zeit rückwärts und das Medium Film erweist sich als Zeit­maschine, mit seinen Möglichkeiten und Grenzen. Diese Grenzen scheint Robert Zemeckis’ Back to the Future zu sprengen, wenn der Zeitreise­-Spass zwischen Vergangenheit und Gegenwart um die Existenz seines eigenen Hel­den spielt. Terry Gilliams orwellsche Fantasie Brazil wiederum erscheint als Paralleluniversum, als überspitztes Spiegelbild der achtziger Jahre, das in die Zukunft und damit in unsere Gegenwart weist. La historia oficial und Le thé au harem d’Archimède setzen sich dagegen nüchtern mit der Gegenwart des Jahres 1985 auseinander. Kurz nach Ende der argentinischen Militärdiktatur richtet Luis Puenzo kompromisslos den Blick auf ein dunkles, bis heute nicht abgeschlossenes Kapitel des Landes: das Verschwinden regimefeindlicher Bürger und die Zwangsadoption ihrer Kinder. Demgegenüber gelingt es Meh­ di Charef, mit humorvollem Unterton die Sorgen zweier Jugendlicher und ihr Leben in den Pariser Banlieues aufzugreifen. Auch Fredi M. Murers Höhenfeuer ist zwar in seiner 1980er­Jahre­Gegenwart angesiedelt, scheint aber in der Abgeschiedenheit seiner Bergbauernwelt von einer längst vergangenen, archaischen Zeit zu berichten.

  • Kiss of the Spider Woman (Hector Babenco, Brasilien/USA)
  • Männer ... (Doris Dörrie, BRD)
  • Mishima: A Life in Four Chapters (Paul Schrader, USA/J)
  • Mitt liv som hund (Mein Leben als Hund) (Lasse Hallström, Schweden)
  • My Beautiful Laundrette (Stephen Frears, GB)
  • Otac na sluzbenom putu (Papa ist auf Dienstreise) (Emir Kusturica, Jugoslawien)
  • Out of Africa (Sydney Pollack, USA)
  • Ran (Akira Kurosawa, J)
  • Rendez-vous (André Téchiné, F)
  • Sans toit ni loi (Agnès Varda, F)
  • Subway (Luc Besson, F)
  • The Breakfast Club (John Hughes, USA)
  • The Color Purple (Steven Spielberg, USA)
  • The Purple Rose of Cairo (Woody Allen, USA)
  • To Live and Die in L.A. (William Friedkin, USA)
  • Vesnicko má stredisková (Heimat, süsse Heimat) (Jiří Menzel, CSSR)
  • Wetherby (David Hare, GB)
  • Witness (Peter Weir, USA)

Weitere wichtige Filme von 1985

Kiss of the Spider Woman (Hector Babenco, Brasilien/USA)
Männer … (Doris Dörrie, BRD)
Mishima: A Life in Four Chapters (Paul Schrader, USA/J)
Mitt liv som hund (Mein Leben als Hund) (Lasse Hallström, Schweden)
My Beautiful Laundrette (Stephen Frears, GB)
Otac na sluzbenom putu (Papa ist auf Dienstreise) (Emir Kusturica, Jugoslawien)
Out of Africa (Sydney Pollack, USA)
Ran (Akira Kurosawa, J)
Rendez-vous (André Téchiné, F)
Sans toit ni loi (Agnès Varda, F)
Subway (Luc Besson, F)
The Breakfast Club (John Hughes, USA)
The Color Purple (Steven Spielberg, USA)
The Purple Rose of Cairo (Woody Allen, USA)
To Live and Die in L.A. (William Friedkin, USA)
Vesnicko má stredisková (Heimat, süsse Heimat) (Jiří Menzel, CSSR)
Wetherby (David Hare, GB)
Witness (Peter Weir, USA)

Das erste Jahrhundert des Films: 1965 & 1975

Doctor Zhivago (David Lean, USA/GB)

1965 feiert eine wild-bewegte Lebensgeschichte vor dem Hintergrund der russischen Revolution einen Triumphzug durch die Kinosäle der Welt: Doctor Zhivago beschert David Lean einen der grössten Kassenerfolge des ganzen Jahrzehnts. Der Geist der 1960er Jahre wird wiederum von Jean-Luc Godard in Pierrot le fou eingefangen: Mit seiner Geschichte über das «letzte romantische Liebespaar» (Godard) schafft er ein Meisterwerk der Nouvelle Vague. Roman Polanski zieht in diesem Jahr seine Zuschauer in die inneren Abgründe der somnambulen, psychopathischen Catherine Deneuve hinein (Repulsion), Agnès Varda irritiert ihr Publikum mit ihrer schmerzhaft schönen Reflexion über das Glück (Le bonheur), und Robert Wise verzaubert es mit Bergen, Kindern im Dirndl, einem verliebten Paar und einem Lied über das Edelweiss: Der amerikanische Regisseur schafft mit The Sound of Music einen Musicalfilm, der bis heute zu den fünf meistgesehenen Filmen zählt – im deutschen Sprachraum allerdings kennen ihn nur wenige. Zehn Jahre später bringt Stanley Kubrick sein akribisch rekonstruiertes Historiendrama Barry Lyndon auf die Leinwand, und Monty Python beweisen mit ihrer aberwitzigen Mittelalterparodie (Monty Python and the Holy Grail), dass sie auch hinter der Kamera unschlagbar schräg sind, während Theo Angelopoulos mit Die Wanderschauspieler eines der Hauptwerke des Weltkinos der 1970er Jahre dreht. In den USA schickt Robert Altman 24 Protagonisten auf die (satirisch gefärbte) Suche nach dem «American Dream» (Nashville), wogegen Milos Forman in One Flew Over the Cuckoo’s Nest dem rebellischen Geist der Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre Ausdruck verleiht; in Italien gelingt Pier Paolo Pasolini mit seinem radikalen Salò eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte.

  • Akahige (Akira Kurosawa, Japan)
  • Alphaville (Jean-Luc Godard, F)
  • Chimes at Midnight (Orson Welles, Sp/CH)
  • Die Handschrift von Saragossa (Wojciech J. Has, Polen)
  • Die Liebe einer Blondine (Miloš Forman, ČSSR)
  • I pugni in tasca (Marco Bellocchio, I)
  • Kwaidan (Masaki Kobayashi, Japan)
  • Per qualque dollaro in più (Sergio Leone, I)
  • Schatten vergessener Ahnen (Sergej Paradshanow, UdSSR)
  • Simón del desierto (Luis Buñuel, Mexiko)
  • The War Game (Peter Watkins, GB)
  • Tokyo orinpikku (Kon Ichikawa, Japan)

Weitere wichtige Filme von 1965

Akahige (Akira Kurosawa, J)
Alphaville (Jean-Luc Godard, F)
Chimes at Midnight (Orson Welles, Sp/CH)
Die Handschrift von Saragossa (Wojciech J. Has, Polen)
Die Liebe einer Blondine (Miloš Forman, ČSSR)
I pugni in tasca (Marco Bellocchio, I)
Kwaidan (Masaki Kobayashi, J)
Per qualque dollaro in più (Sergio Leone, I)
Schatten vergessener Ahnen (Sergej Paradshanow, UdSSR)
Simón del desierto (Luis Buñuel, Mexiko)
The War Game (Peter Watkins, GB)
Tokyo orinpikku (Kon Ichikawa, J)

  • Dersu Uzala (Akira Kurosawa, Japan)
  • Dog Day Afternoon (Sidney Lumet, USA)
  • Faustrecht der Freiheit (Rainer Werner Fassbinder, BRD)
  • Jaws (Steven Spielberg, USA)
  • Jeanne Dielman (Chantal Akerman, Belgien/F)
  • Maynila: Sa mga kuko ng liwanag (Lino Brocka, Philippinen)
  • Picnic at Hanging Rock (Peter Weir, Australien)
  • Professione: reporter (Michelangelo Antonioni, I)
  • The Rocky Horror Picture Show (Jim Sharman, GB/USA)
  • Three Days of the Condor (Sydney Pollack, USA)
  • Welfare (Frederick Wiseman, USA)
  • Zerkalo (Andrei Tarkowskij, UdSSR)

Weitere wichtige Filme von 1975

Dersu Uzala (Akira Kurosawa, J)
Dog Day Afternoon (Sidney Lumet, USA)
Faustrecht der Freiheit (Rainer Werner Fassbinder, BRD)
Jaws (Steven Spielberg, USA)
Jeanne Dielman (Chantal Akerman, Belgien/F)
Maynila: Sa mga kuko ng liwanag (Lino Brocka, Philippinen)
Picnic at Hanging Rock (Peter Weir, Australien)
Professione: reporter (Michelangelo Antonioni, I)
The Rocky Horror Picture Show (Jim Sharman, GB/USA)
Three Days of the Condor (Sydney Pollack, USA)
Welfare (Frederick Wiseman, USA)
Zerkalo (Andrei Tarkowskij, UdSSR)

Plakat: Bette Davis / Joan Crawford

Siegerplakat von Rahel Imboden

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. 

In unserer Plakatgalerie finden Sie eine Übersicht aller Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben.

Die Herausforderung beim Sujet für die Reihe Joan Crawford/Bette Davis (Juli 2015) bestand vor allem darin, die beiden Diven gleich stark zu gewichten und gleichzeitig als unterschiedliche Charaktere darzustellen. Eine weitere Fragestellung war, welche Bilder die Aktricen, die beide über eine lange Filmografie verfügen, am besten repräsentieren.

Realisiert wurde das Plakat von Rahel Imboden, die mit grossformatigen Portraits und einer Zweiteilung des Formats arbeitet und die Reihe prägnant und im Wortsinne plakativ ankündigt.

Das erste Jahrhundert des Films: 1955

The Night of the Hunter (Charles Laughton, USA)

1955 erlebt Hollywood eine Zeit des Umbruchs, die Produktionsfirmen geraten durch die Konkurrenz des Fernsehens unter grossen Druck, das Studio-System bricht zusammen – das führt zu einer Lockerung der rigiden Zensurvorschriften und zum Versuch, neue Zielgruppen zu erschliessen. Dabei werden die Jugendlichen als Kinopublikum und Filmstoff entdeckt, eine Reihe von Filmen, die den Generationenkonflikt thematisieren, entstehen, allen voran Elia Kazans Meilenstein East of Eden und Nicholas Rays Rebel Without a Cause, mit denen James Dean zur unsterblichen Jugendikone wird. Im gleichen Jahr bringt Charles Laughton in The Night of the Hunter mit Robert Mitchum als Psychopath in schwarzweisser Predigertracht einen der unvergesslichsten Bösewichte auf die Leinwand. In Frankreich schockiert derweil Henri-Georges Clouzot das Publikum mit Les diaboliques, in dem das eigentlich Verstörende nicht die Darstellung des Schrecklichen ist, sondern die Amoralität der Figuren. In Skandinavien wiederum verhilft die heiter-frivole Gesellschaftskomödie Das Lächeln einer Sommernacht Ingmar Bergman zu seinem internationalen Durchbruch, während Carl Theodor Dreyer in Ordet mit einfachsten Mitteln die Zuschauer vom Eintreten eines Wunders überzeugt und damit in Venedig den Goldenen Löwen gewinnt. In Indien schliesslich debütiert Satyajit Ray mit Pather Panchali, seinem sensiblen Porträt des Alltags einer bengalischen Familie, das in Cannes gefeiert wird und den damaligen Laienregisseur sowie Indien als Filmland schlagartig in der internationalen Filmszene etabliert.

  • All That Heaven Allows (Douglas Sirk, USA)
  • Du rififi chez les hommes (Jules Dassin, F)
  • Guys and Dolls (Joseph L. Mankiewicz, USA)
  • Il bidone (Federico Fellini, I)
  • Killer’s Kiss (Stanley Kubrick, USA)
  • Kiss Me Deadly (Robert Aldrich, USA)
  • Lady and the Tramp (Clyde Geronimi u. a., USA)
  • Lola Montès (Max Ophüls, F)
  • Mr. Arkadin (Orson Welles, F/Sp/CH)
  • Muerte de un ciclista (Juan Antonio Bardem, Spanien)
  • Nuit et brouillard (Alain Resnais, F)
  • Picnic (Joshua Logan, USA)
  • Richard III (Laurence Olivier, GB)
  • Sissi (Ernst Marischka, Österreich)
  • The Dam Busters (Michael Anderson, GB)
  • The Ladykillers (Alexander Mackendrick, GB)
  • The Man from Laramie (Anthony Mann, USA)
  • The Man with the Golden Arm (Otto Preminger, USA)
  • The Seven Year Itch (Billy Wilder, USA)
  • The Trouble with Harry (Alfred Hitchcock, USA)
  • To Catch a Thief (Alfred Hitchcock, USA)
  • Ukigumo (Treibende Wolken) (Mikio Naruse, J)
  • UIi, der Pächter (Franz Schnyder, CH)

Weitere wichtige Filme von 1955

All That Heaven Allows (Douglas Sirk, USA)
Du rififi chez les hommes (Jules Dassin, F)
Guys and Dolls (Joseph L. Mankiewicz, USA)
Il bidone (Federico Fellini, I)
Killer’s Kiss (Stanley Kubrick, USA)
Kiss Me Deadly (Robert Aldrich, USA)
Lady and the Tramp (Clyde Geronimi u. a., USA)
Lola Montez (Max Ophüls, F)
Mr. Arkadin (Orson Welles, F/Spanien/CH)
Muerte de un ciclista (Juan Antonio Bardem, Spanien)
Nuit et brouillard (Alain Resnais, F)
Picnic (Joshua Logan, USA)
Richard III (Laurence Olivier, GB)
Sissi (Ernst Marischka, Österreich)
The Dam Busters (Michael Anderson, GB)
The Man from Laramie (Anthony Mann, USA)
The Man with the Golden Arm (Otto Preminger, USA)
The Seven Year Itch (Billy Wilder, USA)
The Trouble with Harry (Alfred Hitchcock, USA)
To Catch a Thief (Alfred Hitchcock, USA)
The Ladykillers (Alexander Mackendrick, GB)
Ukigumo (Treibende Wolken) (Mikio Naruse, J)
UIi, der Pächter (Franz Schnyder, CH)

Das erste Jahrhundert des Films: 1945

Brief Encounter (David Lean, GB)

1945 endet der Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit beginnt: Mit bescheidensten Mitteln dreht Roberto Rossellini unmittelbar nach der Befreiung von der NS-Besatzung Roma, città aperta, ein eindringliches Drama über die Widerstandskämpfer und deren gnadenlose Unterdrückung. Dieses Meisterwerk, das nicht nur die Geburtsstunde des italienischen Neorealismus einläutet, sondern auch Anna Magnani zur Ikone des neuen Italiens katapultiert, gilt als kulturelles Vermächtnis der siegreichen «Resistenza». In Brief Encounter klammert David Lean indes den Krieg komplett aus: Seine stimmungsvolle Studie über die Unvereinbarkeit von erotischer Attraktion und gesellschaftlichen Normen ist in den Dreissigerjahren angesiedelt – und bleibt, bei aller Verhaltenheit, eines der unwiderstehlichsten Dramen der Filmgeschichte. Unter schwierigsten Bedingungen entsteht in Frankreich Marcel Carnés legendärer Les enfants du paradis: Die Dreharbeiten beginnen 1943 unter deutscher Okkupation und müssen heimlich durchgeführt werden; erst am 9. März 1945 wird das melancholische Liebesdrama im befreiten Paris uraufgeführt und feiert einen triumphalen Erfolg. In den USA bringt Billy Wilder in The Lost Weekend die fatale Abwärtsspirale eines trunksüchtigen Schriftstellers auf die Leinwand – mit diesem präzisen, erschütternd authentischen Alkoholikerdrama leistet der österreichische Emigrant in Hollywood Pionierarbeit. Leopold Lindtberg, ein weiterer Emigrant aus Österreich, schafft derweil in der Schweiz mit Die letzte Chance ein Flüchtlingsdrama, das zum ersten internationalen Nachkriegserfolg des schweizerischen Kinos wird und den Mythos vom wohltätigen Asylland Schweiz mitbegründet.

  • A Tree Grows in Brooklyn (Elia Kazan, USA)
  • A Walk in the Sun (Lewis Milestone, USA)
  • And Then There Were None (René Clair, USA)
  • Dead of Night (Alberto Cavalcanti, Charles Crichton u. a., GB)
  • Detour (Edgar G. Ulmer, USA)
  • Eine Erzählung vom Bogenschiessen am Sanjusangendo (Sanjusangen-do toshiya monogatari) (Mikio Naruse, J)
  • Fallen Angel (Otto Preminger, USA)
  • Giorni di gloria (Giuseppe De Santis, Luchino Visconti u. a., I)
  • I Know Where I’m Going! (Michael Powell/Emeric Pressburger, GB)
  • Leave Her to Heaven (John M. Stahl, USA)
  • Les dames du Bois de Boulogne (Robert Bresson, F)
  • Mildred Pierce (Michael Curtiz, USA)
  • Scarlet Street (Fritz Lang, USA)
  • Spellbound (Alfred Hitchcock, USA)
  • The Body Snatcher (Robert Wise, USA)
  • The Southerner (Jean Renoir, USA)
  • The Spiral Staircase (Robert Siodmak, USA)
  • The Story of G.I. (Joe William A. Wellman, USA)
  • They Were Expendable (John Ford, USA)

Weitere wichtige Filme von 1945

A Tree Grows in Brooklyn (Elia Kazan, USA)
A Walk in the Sun (Lewis Milestone, USA)
And Then There Were None (René Clair, USA)
Dead of Night (Alberto Cavalcanti, Charles Crichton u. a., GB)
Detour (Edgar G. Ulmer, USA)
Eine Erzählung vom Bogenschiessen am Sanjusangendo (Sanjusangen-do toshiya monogatari) (Mikio Naruse, J)
Fallen Angel (Otto Preminger, USA)
Giorni di gloria (Giuseppe De Santis, Luchino Visconti u. a., I)
I Know Where I’m Going! (Michael Powell/Emeric Pressburger, GB)
Leave Her to Heaven (John M. Stahl, USA)
Les dames du Bois de Boulogne (Robert Bresson, F)
Mildred Pierce (Michael Curtiz, USA)
Scarlet Street (Fritz Lang, USA)
Spellbound (Alfred Hitchcock, USA)
The Body Snatcher (Robert Wise, USA)
The Picture of Dorian Gray (Albert Lewin, USA)
The Spiral Staircase (Robert Siodmak, USA)
The Southerner (Jean Renoir, USA)
The Story of G.I. Joe (William A. Wellman, USA)
They Were Expendable (John Ford, USA)