Grosse Scheibe, viel Arbeit! Da hat oder haben ein (paar) Knabe(n) oder Mädchen am Wochenende während des Knabenschiessens nicht auf Zielscheiben, sondern auf unsere Glasfront «geschossen» (aber das ist nur ein kleines Wortspiel: Wie genau der Riss im Glas zustande kam, ist und bleibt unklar)! Zu viert mussten sie antraben, um das zersplitterte Glas zu ersetzen:
Hätten Sie’s gewusst?
Am 28. Oktober um 20.30 Uhr geht’s in die nächste Runde des «Filmbuff-Quiz» – das Filmpodium-eigene Ratespiel für Cinephile, das stil- und sachgerecht im Kino und nicht auf der Mattscheibe stattfindet.
Das Filmbuff-Quiz lädt das Filmpodium wieder Kinokenner und Filmfreundinnen ein, mental die Klingen zu kreuzen und abseits des Internets mit echtem Filmwissen zu brillieren. Für die Profis im Publikum gibt es Handicaps, damit engagierte Amateure gleiche Chancen haben, die attraktiven Preise zu gewinnen.
Hier auf unserem Blog können Sie schon mal üben und Ihre Kenntnisse testen.

A Conversation with David Cronenberg
Zum Kinostart von David Cronenbergs «The Fly» (1986) hat Michel Bodmer, heute stellvertretender Leiter des Filmpodiums Zürich und damals Journalist beim Filmbulletin, gemeinsam mit seiner Kollegin Christa Telles (Szene) den kanadischen Regisseur in Hamburg interviewt. Das vollständige Transkript des Gesprächs können Sie nun auf dem Blog des Filmpodiums nachlesen, anlässlich der Aufführungen von «The Fly» als Teil der Programmreihe «Das erste Jahrhundert des Films: 1986». Im Interview spricht Cronenberg über seinen Bezug zum Genre des Horrorfilms, seiner romantischen Ader, den Unterschied zwischen Fantasie und Furcht und der Möglichkeit eines Sequels (es gibt tatsächlich ein Sequel von Cronenbergs erfolgreichstem Film aus dem Jahre 1989 – The Fly II. Gemäss dem Regisseur wurden seine eigenen Pläne für eine Überarbeitung des Films, an denen er seit 2011 gearbeitet hat, nie verwirklicht).
Gefilmt, nicht geschrieben

Der erste Beitrag zur Blog-Rubrik «Das Podium» stammt aus der Feder des stellvertretenden Leiters des Filmpodiums der Stadt Zürich, Michel Bodmer. Unter dem Titel «Was ist Film? Was ist Kritik» denkt er darüber nach, wie weder das Programm des Filmpodiums noch die hiesige Filmkritik sich ausreichend mit den Grenzbereichen zu benachbarten Medien – interaktive Filme und Games, Cross-, Trans- und Multimedia-Projekte – auseinandersetzen. Ich möchte hier anknüpfen und ein relativ neues Phänomen ansprechen, das sich unter dem Namen «Video Essay» im Internet etabliert hat: Filmkritik und Filmwissenschaft nicht geschrieben, sondern gefilmt. «Gefilmt, nicht geschrieben» weiterlesen
Wer war der Teufel, der nachts kam?

Welchen Stellenwert hat ein Mörder in einem Staat, der selber nach Belieben meuchelt?
1957, als Robert Siodmak aufgrund eines «Tatsachenberichts» von Will Berthold seinen Film Nachts, wenn der Teufel kam als Abrechnung mit dem Dritten Reich drehte und das heimliche, hocheffiziente Morden der Gestapo dem Treiben eines tumben Triebtäters gegenüberstellte, galt Bruno Lüdke als größter deutscher Massenmörder (heute: Serienmörder) aller Zeiten. «Wer war der Teufel, der nachts kam?» weiterlesen
Bond ohne Bond

1993, kurz nach dem Ende des Kalten Krieges, der sein bisheriges Werk genährt und geprägt hatte, veröffentlichte John Le Carré The Night Manager, einen Roman, der bewies, dass ihm nach dem Mauerfall keineswegs der Stoff ausgehen würde. Als Bösewicht fungierte diesmal nicht ein KGB-Scherge oder ein von den Sowjets gedungener britischer Spion, sondern ein Brite namens Roper, der skrupellos im illegalen Waffenhandel mitmischte. Sein Gegenspieler war ein Landsmann namens Jonathan Pine – kein Agent ihrer Majestät, aber doch ein strammer Kerl mit militärischer Vergangenheit und einem starken moralischen Rückgrat. «Bond ohne Bond» weiterlesen
Jason Mekas vs. Jonas Bourne und meine Grossmutter
Meine Grossmutter Frieda Henggeler-Scherer drehte in den 20er und 30er Jahren 16-mm-Filme. Da sie in Fernost lebte und später auch Anlässe wie die Landesausstellung und die Olympischen Spiele in St. Moritz besuchte usw., ist das Material von einigem Interesse. Formal allerdings ist es nichts Besonderes. Da sie «point-and-shoot»-mässig drehte und viele Einstellungen blosse Sekundenbruchteile umfassen, sprachen wir, als wir das digitalisierte Material sichteten, daher despektierlich von einem «animierten Fotoalbum», ohne zu ahnen, dass unsere Grossmutter eigentlich Avantgardistin gewesen war.
«Jason Mekas vs. Jonas Bourne und meine Grossmutter» weiterlesen
Das andere BRD-Kino
Am 14. August beginnt im Filmpodium die zweite Hauptreihe des Sommerprogramms: Das Kino der jungen BRD. Unsere Auswahl übernimmt acht Filme aus der aktuellen Retrospektive des Filmfestivals von Locarno, kuratiert von Roberto Turigliatto und Olaf Möller. Wir zeigen auch fünf wichtige BRD-Filme, die in Locarno nicht zu sehen sind, sowie – im Rahmen der «Remakes»-Reihe – die Urfassung von Das doppelte Lottchen und die Vorlage zu Some Like It Hot, Fanfaren der Liebe von Kurt Hoffmann.

6. Ausgabe «look & roll»
Die 6. Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals look & roll findet vom 22.-25. September 2016 im kult.kino atelier in Basel statt.
Otamatone im Filmpodium
Am Dada-Abend im Filmpodium wurde unter anderem Hans Richters Film Vormittagsspuk aufgeführt, live vertont von MusikerInnen der ZHdK. Dabei kam ein Instrument zum Einsatz, das dadaistischer kaum sein könnte. Das Otamatone (natürlich ein japanisches Produkt) sieht aus wie eine Kreuzung zwischen einer Musiknote und einem freundlichen Riesenspermium und klingt wie der illegitime Spross eines Theremins und eines Kazoos. Wers nicht glaubt, findet hier eine exklusive Kostprobe: „Nessun’ dorma“ aus Puccinis Turandot, gespielt von Joachim Flüeler.



