Stimmen Sie ab!

Im Rahmen unserer Sommerreihe zum Thema «Remakes» möchten wir nun von unserem geschätzten Publikum wissen: «Original oder Remake – wer gewinnt?». Unsere Reihe gestattet Vergleiche zwischen einer ganzen Anzahl von Originalen und ihren Remakes – und umgekehrt!

Stimmen Sie ab und lassen Sie uns zu jedem Film im Programm wissen, welcher Ihnen besser gefallen hat.  «Stimmen Sie ab!» weiterlesen

«Remakes: das Gleiche, aber anders»

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Zum Auftakt der Sommerreihe «Remakes» hat Henry M. Taylor (Universität Konstanz), der Autor der Einführung zu unserer Remake-Reihe, in einem Referat über die diversen Formen filmischen Recyclings gesprochen und diese mit Ausschnitten illustriert. Wer das spannende Referat verpasst hat, kann es nun im Filmpodium Blog nachlesen.

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DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1976

  • All the President's Men (Alan J. Pakula, USA 1976)
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DAS ERSTE JAHRHUNDERT DES FILMS: 1966

Blow-up (Michelangelo Antonioni, GB)

1966/1976 sind Jahrgänge der Grenzüberschreitungen: Michelangelo Antonionis freizügiger Thriller Blow-up und die kompromisslose Theateradaptation Who’s Afraid of Virginia Woolf? sorgen 1966 für Aufruhr und die Einführung einer Altersgrenze durch die Motion Picture Association of America. Der antikolonialistische Kriegsfilm La battaglia di Algeri veranlasst Frankreich dazu, die Filmfestspiele in Venedig zu boykottieren, wo das Werk am Ende den Hauptpreis erhält. In Sergio Corbuccis Django werden die Versatzstücke des Westerns und die Gewalt, mit denen bereits Sergio Leone spielte, ins Exzessive übersteigert. Bourvil und Louis de Funès beweisen in La grande vadrouille, dass Krieg komisch sein kann, während Ingmar Bergman mit Persona den Zuschauer psychisch fordert und Alexander Kluges Abschied von Gestern endgültig «Papas Kino» begräbt.

20 Jahre nach The Searchers schickt Martin Scorsese 1976 Travis Bickle in Taxi Driver ebenfalls auf einen Rachefeldzug, der in einem Blutbad endet. Gleichzeitig lässt Nagisa Oshimas Im Reich der Sinne Antonionis Sex-Darstellungen bereits eine Dekade später harmlos erscheinen und wird in mehreren Ländern verboten. Bernardo Bertolucci stemmt mit Novecento ein Mammutprojekt, das die italienische Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in zwei Teilen und über fünf Stunden Laufzeit erzählt. Auf die unmittelbare Gegenwart nach dem Ende des Franco-Regimes blickt Carlos Saura in Cría cuervos, während sich Alain Tanner in Jonas qui aura 25 ans en l’an 2000 acht Utopisten widmet. Den damaligen Medienbetrieb kritisierend, hat Sidney Lumets Network bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Schien es damals noch übertrieben, ist der Wutschrei «I’m as mad as hell, and I’m not going to take this anymore» des Fernsehmoderators Howard Beale erschreckend passend für die wachsende Zahl amerikanischer Protestwähler.

  • Au hasard Balthazar, Robert Bresson, F/Schweden

 

Weitere wichtige Filme von 1966
Au hasard Balthazar
, Robert Bresson, F/Schweden
Der junge Törless, Volker Schlöndorff, BRD/F
Die kleinen Margeriten (Sedmikrásky), Věra Chytilová, ČSSR
Le deuxième souffle, Jean-Pierre Melville, F
Scharf beobachtete Züge, Jiří Menzel, ČSSR
The Good, the Bad and the Ugly (Il buono, il brutto, il cattivo), Sergio Leone, I/USA
Tokyo Drifter (Tokyo nagaremono), Seijun Suzuki, J
Uccellacci e uccellini, Pier Paolo Pasolini, I

Plakate: Remakes

Siegerplakat von Rebecca Wey und Elena Gabriel

In einer Kooperation zwischen Filmpodium und der ZHdK haben 2015 erstmals Studierende ein Plakat für eine Filmreihe entworfen. 

In unserer Plakatgalerie finden Sie eine Übersicht aller Gewinnerplakate sowie die besten Entwürfe, die es auf die Shortlist der Jury geschafft haben.

Für die Reihe «Remakes» im Sommerprogramm 2016 wurde wiederum an der ZHdK veranstaltet. Während sich die meisten Kandidatinnen und Kandidaten für rein oder überwiegend textbasierte Entwürfe entschieden, fand das Duo Rebecca Wey und Elena Gabriel eine Lösung, die mit einer Bildkomposition augenfällig spürbar macht, dass bei Remakes das Alte auf das Neue prallt: Fay Wray aus dem Ur-King Kong erschreckt sich vor dem CGI-Affen aus Peter Jacksons Remake, der sogar den Schriftzug zu zerbeissen droht.

  • Entwurf von Anabel Keller

Der junge Götz George

Am 19. Juni ist mit Götz George der wohl grösste Star des deutschen Films verstorben. Ab 1981 avancierte er im Tatort als streitbarer Ruhrpott-Cop Horst Schimanski zum Fernsehidol, und in den neunziger Jahren wandelte er sich als sensationsgeiler Journalist in Schtonk!, als Serienmörder Fritz Haarmann in Der Totmacher und als Wiedergänger Joseph Mengele in Nichts als die Wahrheit zum preisgekrönten Charakterdarsteller.

Kirmes BRD 1960 R: Wolfgang Staudte Gˆtz George

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Georg Seeßlen zum Tod von Bud Spencer

Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz erfreute sich Bud Spencer alias Carlo Pedersoli grosser Beliebtheit. Nun ist er im Alter von 86 Jahren gestorben. Sind auch Sie mit seinen Filmen aufgewachsen?

Besonders lesenswert finden wir die Hommage von Georg Seeßlen «Das Leben ist ein Bohnengericht» (inkl. wunderbarer Slideshow) und Pascal Blums Ode an den wohl freundlichsten aller Prügler: «Alle Kinder und noch mehr jene, die Kinder geblieben sind, verdanken ihm eine ganze Welt: die Welt des beherzten Dreinhauens, der lustigen Sachschäden und der klamaukigen Liebenswürdigkeit. Er war der Held so mancher Kindheit, wann auch immer diese Kindheit war, und jetzt ist Bud Spencer mit 86 Jahren gestorben. Und wie heisst es in Bomber: «Das war nicht nur ein Schrei, das war ein Donner.» Hier geht’s zum kompletten Text.

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Carlo Pedersoli, bevor er sich den Künstlernamen Bud Spencer zulegte. Hier sieht man den Schauspieler im Gespräch mit der italienischen Schauspielerin Franca Rame in «Mamma’s Boy». © Mondadori Portfolio/Getty Images

Aus der Fundgrube: Interview mit Atom Egoyan

Von Mitte Februar bis Ende März 2016 zeigte das Filmpodium eine Hommage an den Kanada-Armenier Atom Egoyan. Selbstverständlich konnte dabei auch sein preisgekröntes Meisterwerk The Sweet Hereafter nicht fehlen:

«Das ist einer der besten Filme des Jahres, ein ungeschöntes Klagelied über die Condition humaine.» (Roger Ebert, Chicago Sun-Times, 23.12.1997) «Aus der Fundgrube: Interview mit Atom Egoyan» weiterlesen

IN THE SPIRIT OF DADA

Heute um 20 Uhr spielt das paul taylor orCHestra im Kleinen Saal der Tonhalle Zürich. Das musikalische Abenteuer feiert den Geist von Dada mit neuen Kompositionen von Marc Kilchenmann, John Wolf Brennan, Paul Suits und Daniel Schnyder. Weitere Werke von Erik Satie, Edgard Varèse, John Cage und György Ligeti. Hier geht’s zur Veranstaltung. Live vertont wird u.a. auch René Clairs Entr’acte – der wiederum im Filmpodium zu sehen sein wird am Freitag, 17. Juni 2016 um 20.45 Uhr im Rahmen des Programms «Dada im Film». In Zusammenarbeit mit den Festspielen Zürich widmet das Filmpodium einen Abend dem Thema Dada im Kino.

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Was ist Film? Was ist Kritik?

Das Programm des Filmpodiums wirkt überwiegend konservativ, da es zur Hauptsache auf die Filmgeschichte zurückblickt und daraus unvergängliche Klassiker und sehenswerte Entdeckungen auswählt und ins Programm setzt. Darüber hinaus zeigt es allerdings immer wieder auch Premieren von neuen, oft wegweisenden Filmen, die den Weg in den regulären Kinoverleih nicht gefunden haben.  «Was ist Film? Was ist Kritik?» weiterlesen