Jason Mekas vs. Jonas Bourne und meine Grossmutter

Jonas-Mekas

Meine Grossmutter Frieda Henggeler-Scherer drehte in den 20er und 30er Jahren 16-mm-Filme. Da sie in Fernost lebte und später auch Anlässe wie die Landesausstellung und die Olympischen Spiele in St. Moritz besuchte usw., ist das Material von einigem Interesse. Formal allerdings ist es nichts Besonderes. Da sie «point-and-shoot»-mässig drehte und viele Einstellungen blosse Sekundenbruchteile umfassen, sprachen wir, als wir das digitalisierte Material sichteten, daher despektierlich von einem «animierten Fotoalbum», ohne zu ahnen, dass unsere Grossmutter eigentlich Avantgardistin gewesen war.

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Das andere BRD-Kino

Am 14. August beginnt im Filmpodium die zweite Hauptreihe des Sommerprogramms: Das Kino der jungen BRD. Unsere Auswahl übernimmt acht Filme aus der aktuellen Retrospektive des Filmfestivals von Locarno, kuratiert von Roberto Turigliatto und Olaf Möller. Wir zeigen auch fünf wichtige BRD-Filme, die in Locarno nicht zu sehen sind, sowie – im Rahmen der «Remakes»-Reihe – die Urfassung von Das doppelte Lottchen und die Vorlage zu Some Like It Hot, Fanfaren der Liebe von Kurt Hoffmann.

Das Bekenntnis der Ina Kahr
Das Bekenntnis der Ina Kahr (BRD 1954, Dir. Georg Wilhelm Pabst)

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Otamatone im Filmpodium

Am Dada-Abend im Filmpodium wurde unter anderem Hans Richters Film Vormittagsspuk aufgeführt, live vertont von MusikerInnen der ZHdK. Dabei kam ein Instrument zum Einsatz, das dadaistischer kaum sein könnte. Das Otamatone (natürlich ein japanisches Produkt) sieht aus wie eine Kreuzung zwischen einer Musiknote und einem freundlichen Riesenspermium und klingt wie der illegitime Spross eines Theremins und eines Kazoos. Wers nicht glaubt, findet hier eine exklusive Kostprobe: „Nessun’ dorma“ aus Puccinis Turandot, gespielt von Joachim Flüeler.

Stimmen Sie ab!

Im Rahmen unserer Sommerreihe zum Thema «Remakes» möchten wir nun von unserem geschätzten Publikum wissen: «Original oder Remake – wer gewinnt?». Unsere Reihe gestattet Vergleiche zwischen einer ganzen Anzahl von Originalen und ihren Remakes – und umgekehrt!

Stimmen Sie ab und lassen Sie uns zu jedem Film im Programm wissen, welcher Ihnen besser gefallen hat.  «Stimmen Sie ab!» weiterlesen

«Remakes: das Gleiche, aber anders»

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Zum Auftakt der Sommerreihe «Remakes» hat Henry M. Taylor (Universität Konstanz), der Autor der Einführung zu unserer Remake-Reihe, in einem Referat über die diversen Formen filmischen Recyclings gesprochen und diese mit Ausschnitten illustriert. Wer das spannende Referat verpasst hat, kann es nun im Filmpodium Blog nachlesen.

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Der junge Götz George

Am 19. Juni ist mit Götz George der wohl grösste Star des deutschen Films verstorben. Ab 1981 avancierte er im Tatort als streitbarer Ruhrpott-Cop Horst Schimanski zum Fernsehidol, und in den neunziger Jahren wandelte er sich als sensationsgeiler Journalist in Schtonk!, als Serienmörder Fritz Haarmann in Der Totmacher und als Wiedergänger Joseph Mengele in Nichts als die Wahrheit zum preisgekrönten Charakterdarsteller.

Kirmes BRD 1960 R: Wolfgang Staudte Gˆtz George

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Georg Seeßlen zum Tod von Bud Spencer

Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz erfreute sich Bud Spencer alias Carlo Pedersoli grosser Beliebtheit. Nun ist er im Alter von 86 Jahren gestorben. Sind auch Sie mit seinen Filmen aufgewachsen?

Besonders lesenswert finden wir die Hommage von Georg Seeßlen «Das Leben ist ein Bohnengericht» (inkl. wunderbarer Slideshow) und Pascal Blums Ode an den wohl freundlichsten aller Prügler: «Alle Kinder und noch mehr jene, die Kinder geblieben sind, verdanken ihm eine ganze Welt: die Welt des beherzten Dreinhauens, der lustigen Sachschäden und der klamaukigen Liebenswürdigkeit. Er war der Held so mancher Kindheit, wann auch immer diese Kindheit war, und jetzt ist Bud Spencer mit 86 Jahren gestorben. Und wie heisst es in Bomber: «Das war nicht nur ein Schrei, das war ein Donner.» Hier geht’s zum kompletten Text.

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Carlo Pedersoli, bevor er sich den Künstlernamen Bud Spencer zulegte. Hier sieht man den Schauspieler im Gespräch mit der italienischen Schauspielerin Franca Rame in «Mamma’s Boy». © Mondadori Portfolio/Getty Images

IN THE SPIRIT OF DADA

Heute um 20 Uhr spielt das paul taylor orCHestra im Kleinen Saal der Tonhalle Zürich. Das musikalische Abenteuer feiert den Geist von Dada mit neuen Kompositionen von Marc Kilchenmann, John Wolf Brennan, Paul Suits und Daniel Schnyder. Weitere Werke von Erik Satie, Edgard Varèse, John Cage und György Ligeti. Hier geht’s zur Veranstaltung. Live vertont wird u.a. auch René Clairs Entr’acte – der wiederum im Filmpodium zu sehen sein wird am Freitag, 17. Juni 2016 um 20.45 Uhr im Rahmen des Programms «Dada im Film». In Zusammenarbeit mit den Festspielen Zürich widmet das Filmpodium einen Abend dem Thema Dada im Kino.

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Die lange Liste der Gartenfilme …

Der Blog soll Ihnen einen vertieften Einblick in unsere Programmarbeit eröffnen und die Möglichkeit geben, Ihre Eindrücke mit uns zu teilen. Den Beginn machen wir mit der Publikation von Marius Kuhns Longlist für die aktuelle Filmreihe «Der Garten im Film».

Ein Filmprogramm setzt sich nicht nur aus den Filmen zusammen, die man schlussendlich im Programmheft wiederfindet. Mindestens genauso sehr beschäftigen unser Programmteam all diejenigen Filme, die es eben nicht auf die Filmpodium-Leinwand schaffen. «Die lange Liste der Gartenfilme …» weiterlesen